Strategie: Leuze setzt auf Investitionen und neue Produkte

Sensoranbieter schließt 2020 mit einem Minus von fünf Prozent ab.

Zu den Bausteinen der Leuze-Wachstumsstrategie gehört unter anderem das neue Distributionszentrum in Unterlenningen. (Foto: Leuze)
Zu den Bausteinen der Leuze-Wachstumsstrategie gehört unter anderem das neue Distributionszentrum in Unterlenningen. (Foto: Leuze)
Sandra Lehmann

Der Sensorik- und Automatisierungsanbieter Leuze hat in einer virtuellen Pressekonferenz am 20. Januar die Umsatzzahlen des vergangenen Jahres vorgestellt und einen Ausblick auf 2021 gegeben. Wie CEO Ulrich Balbach im Rahmen der Onlineveranstaltung vor rund 80 Pressevertretern mitteilte, hat das Unternehmen mit Sitz in Owen/Teck das Coronajahr 2020 mit einem vorläufigen Ergebnis von 210 Millionen Euro abgeschlossen. Das entspricht laut Balbach einem Minus von fünf Prozent gegenüber 2019. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Umsatz bei etwa 222 Millionen gelegen. Aus Sicht des CEO ist der Jahresanschluss 2020 trotz des leichten Rückgangs vertretbar.

„Für ein Coronajahr können wir mit diesem Ergebnis sehr zufrieden sein. Deshalb bewerten wir 2020 trotz des kleinen Minus als erfolgreiches Geschäftsjahr“, so Balbach.

Zusätzliche Mitarbeiter und neue Produkte

Auch zukünftig setzt der Anbieter nach eigenen Aussagen auf eine klare Wachstumsstrategie und weitere Investitionen. Begonnen habe man damit bereits im vergangenen Jahr mit der Eröffnung einer eigenen Vertriebsgesellschaft in Katowice/ Polen sowie der Inbetriebnahme eines neuen internationalen Distributionszentrums in Unterlenningen, nahe dem Firmenhauptsitz. Beides, so Balbach seien wichtige Bausteine der firmeneigenen Wachstumsstrategie, die dazu beitragen sollen neue Märkte zu erschließen und Kunden möglichst schnell beliefern zu können. Für das laufende Jahr plant Leuze beispielsweise die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter, unter anderem in Owen/Teck und den Aufbau neuer Strukturen im Unternehmen. Darüber hinaus treibe man trotz der Pandemie die Fertigstellung des neuen Produktionsstandorts in Malakka/Malaysia voran. Die Eröffnung des Standorts ist für Anfang 2022 geplant.

Ehrgeizige Wachstumsziele habe das Unternehmen auch für die kommenden Jahre. So verkündete Balbach in seiner Rede, dass die Umsätze in den nächsten Jahren verdoppelt werden sollen. Für dieses langfristige Ziel sei 2021 ein entscheidendes Jahr, das insbesondere durch Produktinnovationen und die Überprüfung aller Prozesse im Unternehmen gekennzeichnet sein soll. In diesem Zusammenhang verwies Balbach auf die jüngst vorgestellten Produktneuheiten, zu denen unter anderem der Kombigabelsensor „GSX 14E“ gehört. Dieser mache es möglich mit einer alleinigen Anwendung alle gängigen Labels sowie Etiketten in verschiedenen Formen, Größen, Beschaffenheiten und Materialien auf Verpackungen auszulesen.

Neuer Referenztaster

Ebenfalls neu im Produktportfolio ist Leuze zufolge der dynamische Referenztaster „DAT 25T“, mit dem Leuze eigenen Aussagen zufolge eine neues Funktionsprinzip in der Sensorik vorstellt. Der Abtaster, der auf der Referenztechnologie CAT basiert, nutze nicht das zu detektierende Produkt als Referenz, sondern in der Intralogistik das Förderband. Damit erkenne der Taster alle Objekte als Abweichung, die nicht der Bandoberfläche entsprechen, selbst wenn Förderbänder verschmutzt sind oder vibrieren. Wie Balbach ausführte, mache die Technologie eine komplette Detektion auch bei Farbe, Glanz oder Transparenz möglich.

Eigener Geschäftsbereich für das Thema Safety

Strategische Entscheidungen hat Leuze im Themenberich Safety getroffen. Nach Angaben des Unternehmens, wurde der Bereich der Safetysensoren- und Lösungen in einen eigenen Geschäftsbereich „Safety at Leuze“ überführt. Zu diesem Schritt habe sich das Unternehmen entschieden, da es im vergangenen Jahr immer mehr Anfragen von Kunden nach individuellen und kompletten Anwendungen aua diesem Themenkomplex gegeben hatte.

Digitale Kundenplattform geschaffen

Um die eigenen Kunden auch in Coronazeiten weiter gut beraten und betreuen zu können, hat der Anbieter darüber hinaus mit der „Leuze Experience Platform“ einen virtuellen Raum für Produktinformationen und zur Kommunikation geschaffen. Dort können sich Interessierte detailliert über einzelne und komplette Lösungen des Unternehmens informieren und sich bei Nachfragen via Chat an einen Mitarbeiter wenden.

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