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Strategie: Kunden differenziert bedienen

IT-Spezialist AEB stellte künftige Marschrichtung in neuer Firmenzentrale vor.
Sprach bei der Eröffnung der neuen AEB-Zentrale in Stuttgart über IT-Förderungen im Ländle: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Foto: AEB
Sprach bei der Eröffnung der neuen AEB-Zentrale in Stuttgart über IT-Förderungen im Ländle: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Foto: AEB
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Thilo Jörgl

Neues Konzept, neues Logo, neues Headquarter. Anlässlich der Eröffnung seiner neuen Firmenzentrale für bis zu 500 Mitarbeiter hat der Stuttgarter Logistiksoftware-Anbieter AEB GmbH gegenüber der Fachpresse seine Marschrichtung für die kommenden Jahre vorgestellt. Gastredner bei der offiziellen Feier mit mehr als 160 geladenen Gästen war auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Förderung von Mittelständlern

Er bezeichnete AEB als „innovatives Unternehmen“, das nicht nur Firmen aus dem Ländle, sondern auch Player aus dem Ausland bei ihren Exportaktivitäten mit Software seit Jahren erfolgreich begleite. Der Grünen-Politiker betonte, dass die Landesregierung die Digitalisierungsstrategien von Konzernen, aber auch von Mittelständlern wie etwa AEB unterstütze. Ein Beispiel dafür sei die Förderung des „Cyber Valleys“. Experten aus Wirtschaft und Forschung aus der Region Stuttgart-Tübingen arbeiten in der Initiative gemeinsam am Thema künstliche Intelligenz.

Trends im Fokus

Nicht nur mit künstlicher Intelligenz, sondern auch mit IT-Trends wie etwa Machine Learning, Blockchain, Sensorik, 3D-Druck oder Robotics wolle sich AEB in der Zukunft noch intensiver als bisher beschäftigen, sagte AEB-Geschäftsführer Markus Meißner gegenüber Fachjournalisten. Um künftig optimal aufgestellt zu sein, müsse sich auch das Unternehmen selbst verändern. AEB komme an Trends wie Consumerization oder Living Beta nicht vorbei. Bei Letzterem geht es im Prinzip darum, bei Projekten schrittweise vorzugehen. „Man muss sich bewusst sein, dass eine final fertige Lösung nie erreicht“, so Meißner. Künftig sollen die rund 5.000 Kunden der Schwaben noch individueller bei ihrer Prozessgestaltung als bisher unterstützt werden. Seit mehr als eineinhalb Jahren arbeitet deshalb ein AEB-Team an einer flexibel konfigurierbaren Software-Plattform. Zum Einsatz kommen zum Großteil Standardkomponenten aus dem AEB-Portfolio. Diese Komponenten lassen sich Meißner zufolge in eine individuell anpassbare Prozessschicht integrieren. Der Anwender bekomme eine Lösung basierend auf Best-Practice-Vorlagen, die so offen anpassbar sind, dass er Änderungen sogar selbst vornehmen könne, so der AEB-Chef. Der Software-Anbieter bleibe selbstverständlich weiterhin auf den Feldern Zoll, Logistik und Supply Chain Management aktiv. Es ändere sich aber der Weg, wie Lösungen in den Markt gebracht werden, so Meißner.

Hohe Investitionen in Entwicklungen

Um stabil auf der Digitalisierungswelle zu reiten, wollen die Schwaben kräftig in Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sowie in Forschung und Entwicklung investieren. Die Summe für die Entwicklung der Angestellten beläuft sich AEB zufolge auf gut fünf Prozent des Umsatzes pro Jahr. Mehr als zehn Prozent des Umsatzes pumpen die Stuttgarter in den Forschungsbereich. Geld fließt künftig auch in ein unternehmensinternes Start-Up, das neue Geschäftsmodelle, Technologien und Lösungen entwickeln soll.

Zentrale für 32 Millionen Euro

Der erfolgreiche internationale Wachstumskurs und die Kultur des 1979 gegründeten Unternehmens mit mittlerweile 15 Standorten spiegelt sich laut Meißner in der neuen Firmenzentrale in der Sigmaringer Straße wider. Dort investierte AEB 32 Millionen Euro in ein High-Tech-Gebäude. Es ist mit knapp 9.000 Quadratmetern für 500 Mitarbeiter ausgelegt. Das offene Atriumgebäude verfügt über 400 Arbeitsplätze in flexibel nutzbaren Open-Space-Büroräumen. In der Zentrale befinden sich zudem zwei redundante Rechenzentren, in denen die interne IT-Infrastruktur sowie die Cloud- und On-Demand-Software für die mehr als 5.000 Kunden in mehr als 75 Ländern beheimatet sind. Hier werden unter anderem jährlich mehr als 3,8 Millionen Ausfuhranmeldungen an den Zoll übermittelt.

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