Strategie: Inflation zum Margenhebel machen

Kloepfel Consulting rät dazu, Preistrends im Beschaffungsmarkt vorausschauend zu analysieren.

Damit Unternehmen Preissteigerungen an Kunden weitergeben können, braucht es eine solide Faktenbasis. (Symbolbild: photocrew / AdobeStock)
Damit Unternehmen Preissteigerungen an Kunden weitergeben können, braucht es eine solide Faktenbasis. (Symbolbild: photocrew / AdobeStock)
Therese Meitinger

Die Einkaufs- und Logistikberatung Kloepfel Consulting hat Tipps gesammelt, die es deutschen Unternehmen ermöglichen sollen, die Inflation in einen Margenhebel zu verwandeln.

Die Inflationswelle bringe drastische Preiserhöhungen und führe in vielen Unternehmern zu einer drastischen Margenreduktion, argumentiert Kloepfel in einer Pressemitteilung vom 6. Juli. Das Problem sieht die Einkaufsberatung darin, dass den Unternehmen die Kostentreiber der eigenen Wertschöpfung und in den Lieferketten oft verborgen bleiben, da hierzu Ressourcen zur Aufarbeitung fehlen. Doch so können nach Überzeugung der Beratung Kostensteigerungen kaum faktenbasiert und vorausschauend an die Kunden weitergeben werden. Oft seien Unternehmen überhaupt froh, Material zu bekommen, und nähmen die teilweise exorbitanten Preise zähneknirschend hin, heißt es.

Kostentreiber transparent machen

Unternehmen sollten die Kostentreiber in der eigenen Wertschöpfung kennen und die Preistrends im Beschaffungsmarkt vorausschauend analysieren, um Preissteigerungen faktenbasiert an die Kunden weitergeben zu können, ist Kloepfel Consulting überzeugt. Dazu müssten Vertrieb und Einkauf eng zusammenarbeiten.

Als wichtigste Maßnahmen definiert Kloepfel Consulting:

  1. Relevante Kostentreiber und deren Trends für direktes Material und auch für indirekte Beschaffungsthemen transparent machen.
  2. Die erwartete Wirkung der Preisschübe für das Kernsortiment und für Schlüsselkunden kalkulieren.
  3. Darauf aufbauend überzeugende faktenbasierte Argumentationsketten für den Vertrieb entwickeln.
  4. Vorausschauend Preisrunden gegenüber den Kunden einläuten.
  5. Das Vorgehen funktionsübergreifend vom Einkauf bis zum Vertrieb koordinieren.

Indem die Unternehmen Preiserhöhungen mit faktenbasierte Zahlen an ihre Kunden weitergäben, sicherten sie die eigene Versorgungssicherheit und die Ihrer Kunden ab, so die Mitteilung. Zwangsläufig verstärkten die Unternehmen so ihre Preissetzungsmacht. Dank einer besseren Versorgungslage können die Unternehmen sich laut Kloepfel Consulting von anderen im Wettbewerb abheben und ihre Marge trotz Inflation teilweise sogar verbessern.