Straßengüterverkehr: Maut und Fahrermangel machen Spediteuren zu schaffen

(dpa) Schlechte Straßen, steigende Kosten und zu wenige Lkw-Fahrer – den Spediteuren in Niedersachsen bereitet das zunehmend Sorgen. Eine Umfrage der IHK Niedersachsen und des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbe Niedersachsen zeigt, wie sie ihre Lage bewerten.

80 Prozent der Befragten in einer Umfrage von IHK Niedersachsen und dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen nannten den Fachkräftemangel als großes Problem, 76 Prozent die Mautanhebung. (Bild: Soeren Stache, dpa)
80 Prozent der Befragten in einer Umfrage von IHK Niedersachsen und dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen nannten den Fachkräftemangel als großes Problem, 76 Prozent die Mautanhebung. (Bild: Soeren Stache, dpa)
Gunnar Knüpffer

Das Transportgewerbe in Niedersachsen blickt mit Sorgen in die Zukunft. Rund 30 Prozent der Unternehmen bewerten die aktuelle Lage als schlecht, mehr als 40 Prozent erwarten eine weitere Verschlechterung, so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der IHK Niedersachsen und des Gesamtverbands Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN). Nur zwölf Prozent blicken derzeit optimistisch in die Zukunft.

Vor allem die jüngst erhöhte Lkw-Maut und der Fahrermangel mache den Unternehmen zu schaffen. 80 Prozent der Befragten nannten den Fachkräftemangel als großes Problem, 76 Prozent die Mautanhebung. „Die Unternehmen sind durch die Verdoppelung der Mautkosten stark betroffen“, sagte GVN-Geschäftsführer Uwe Garbe laut Mitteilung. „Viele Transportunternehmen können die gestiegenen Kosten nicht auf ihre Kunden abwälzen und stehen vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Wir brauchen dringend ein Belastungsmoratorium für die Betriebe.“

Hinzu kämen Probleme mit dem Straßennetz. „Mehr als jedes zweite Unternehmen fordert eine bessere Straßeninfrastruktur“, sagt Felix Jahn, Sprecher der IHK Niedersachsen, laut Mitteilung. „Eine Kürzung des Verkehrsetats des Bundes ist daher inakzeptabel.“ Wichtige Projekte wie die A20 und die A39 dürften sich nicht weiter verzögern. An der Umfrage hatten sich 170 Unternehmen aus ganz Niedersachsen beteiligt.