Straßengüterverkehr: Lkw-Maut auf weiteren Strecken

Gebühr wird nun auch auf 1.135 km autobahnähnlichen Bundesstraßen fällig.
Matthias Pieringer

Seit dem 1. August 2012 wird die Lkw-Maut auch auf 1.135 km vierstreifigen Bundesstraßen, die autobahnähnlich ausgebaut und an eine Bundesautobahn angebunden sind, erhoben. Es handelt sich um 84 Streckenabschnitte.

Das Bundesverkehrsministerium nennt folgende Kriterien für die Auswahl der jetzt mautpflichtigen Bundesstraßenabschnitte: Der Bund ist Träger der Baulast, die Bundesstraße ist vier- oder mehrspurig, die Fahrbahnen sind durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen durchgehend getrennt, die Mindestlänge beträgt vier Kilometer, die Strecke ist unmittelbar an eine Bundesautobahn angebunden und keine Ortsdurchfahrt.

Das Bundesverkehrsministerium rechnet mit jährlichen zusätzlichenEinnahmen in Höhe von 100 Mio.Euro. Laut Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) fließen die zusätzlichen Mittel zweckgebunden in den Ausbau und Erhalt der Straßeninfrastruktur.

Die Mautsätze sind die gleichen wie auf Bundesautobahnen. Die neuen Strecken wurden vom Mautsystem-Betreiber Toll Collect GmbH, Berlin, per Mobilfunk auf die „On-Board Units“ der Lkw übertragen. Die Maut wird wie auf Bundesautobahnen über Satellit erhoben. Zudem wurden die Strecken in das Interneteinbuchungssystem sowie die rund 3.500 Mautstellen-Terminals eingespeist.



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