Stellantis verkauft Großteil des Standorts Rüsselsheim an VGP

VGP hat von der Stellantis-Tochter Opel in Rüsselsheim ein Brownfield-Objekt mit einer Gesamtfläche von über 700.000 Quadratmeter akquiriert. Dort will der Entwickler ein Gewerbegebiet auf einer Fläche von 350.000 Quadratmeter realisieren.

Der CEO der Opel Automobile GmbH, Florian Huettl, verkauft eine Fläche von 700.000 Quadratmetern in Rüsselsheim an den Logistikimmobilienentwickler VGP, der hier durch den CEO Jan Van Geet vertreten ist. (Bild: Stellantis)
Der CEO der Opel Automobile GmbH, Florian Huettl, verkauft eine Fläche von 700.000 Quadratmetern in Rüsselsheim an den Logistikimmobilienentwickler VGP, der hier durch den CEO Jan Van Geet vertreten ist. (Bild: Stellantis)
Gunnar Knüpffer

Der europäische Entwickler von Logistik- und Gewerbeimmobilien VGP hat von der Stellantis-Marke Opel drei Grundstücke mit einer Gesamtfläche von über 700.000 Quadratmeter in Rüsselsheim am Main erworben. Diese seien weniger als 15 Autominuten vom Frankfurter Flughafen entfernt, verlautbarte VGP am 22. November gegenüber der Öffentlichkeit. Bei dem Grundstückskauf handele es sich um die bisher größte Brownfield-Akquisition des Logistikimmobilienentwicklers. Über den möglichen Kaufpreis der Flächen hätten die Parteien Stillschweigen vereinbart, teilte Stellantis auf seiner Website mit. Über die von Stellantis zusätzlich angebotenen Bereiche werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Stellantis verändert derzeit die Nutzung des historischen Opel-Produktionsstandorts in Rüsselsheim, der auf eine über hundertjährige Geschichte zurückblicken kann. Der Automobilkonzern wird die Flächen zunächst zurückmieten (Lease Back) und schrittweise für eine Neuentwicklung freigeben.

Die Vision von VGP für diese Akquisition ist die Entwicklung eines Gewerbegebietes mit einer Fläche von circa 350.000 Quadratmeter, das auf Industrieunternehmen sowie auf kleine und mittelständische Unternehmen mit hoher Wertschöpfung zugeschnitten ist. VGP wolle in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden dafür sorgen, dass die lokale Bevölkerung von dieser Entwicklung profitieren könne.

Vom Flughafen gibt es eine direkte Bahnverbindung auf das Gelände. Darüber hinaus sind die Städte Frankfurt, Wiesbaden oder Mainz innerhalb von 20 Minuten per Bahn oder per Auto erreichbar. Die strategische Lage des Standortes wird laut VGP durch die direkte Anbindung an die Bundesstraße 43 und die Nähe zu vier Bundesautobahnen (A3, A60, A67, A671) weiter gestärkt. Durch den direkten Hafenanschluss an den Main verfügt der Standort somit über ein trimodales Transportpotenzial.

VGP plant für alle Gebäude mindestens eine DGNB Gold-Zertifizierung. Der neue Park soll weitestgehend unabhängig vom Stromnetz sein. Auf den Dächern sollen Fotovoltaikanlagen installiert werden und ein Geothermie-System soll ab 2025 den Strom- und Wärmebedarf der Anlage decken.