Start-ups: Boxbote hat Insolvenz angemeldet

Das Augsburger Unternehmen sucht derzeit mit Unterstützung eines Insolvenzverwalters nach einem Käufer für die regionale Onlineplattform.

Das Start-up Boxbote hat beim Amtsgericht Augsburg einen Insolvenzantrag gestellt. (Symbolbild: Doc Rabe Media/AdobeStock)
Das Start-up Boxbote hat beim Amtsgericht Augsburg einen Insolvenzantrag gestellt. (Symbolbild: Doc Rabe Media/AdobeStock)
Sandra Lehmann

Das Augsburger Start-up Boxbote hat beim zuständigen Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt. Das gab das Unternehmen Mitte Mai bekannt. Demnach seien die Einnahmen in den vergangenen Jahren durch aufeinanderfolgende Krisen wie die Coronapandemie, den Ukraine-Krieg und die Inflation deutlich gesunken. Trotz erneuter Investitionen seitens der Gründer sei der Schritt in die Insolvenz deshalb zuletzt unvermeidbar gewesen.

Die Insolvenzverwaltung hat vorläufig Dr. Alexander Zarzitzky von der Kanzlei Anchor Rechtsanwälte übernommen. Der Jurist verschafft sich Boxbote zufolge aktuell einen Überblick über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und werde dann weitere Schritte einleiten. Bis auf Weiteres laufe der Geschäftsbetrieb normal weiter. Die Gründer der Onlineplattform für regionale und CO2-freie Lieferungen wünschen sich eigenen Aussagen zufolge einen Käufer für das Start-up, damit das Geschäftsmodell weiter geführt werden könne.

Boxbote war 2015 mit dem Ziel gegründet worden, es kleinen und regionalen Händlern zu ermöglichen, Onlinebestellungen abzuwickeln und diese an Kunden auszuliefern. Neben der Plattform gehört zu dem Start-up auch eine CO2-neutrale Fahrradlogistikflotte.