Stapler: Zweites Leben im Visier

Jungheinrich baut Gebrauchtgerätegeschäft aus.
Thilo Jörgl

Die Hamburger Jungheinrich AG will in den kommenden fünf Jahren das Gebrauchtgerätegeschäft in Deutschland stärken und gleichzeitig den Bereich in den Wachstumsmärkten China und Brasilien aufbauen. Das teilte der Staplerhersteller bei einer Pressekonferenz in Dresden mit.

Seit 2006 betreiben die Hanseaten in Dresden ein Gebrauchtgerätezentrum. Dort können pro Jahr rund 4.500 Fahrzeuge aufgearbeitet werden. Nachdem 2012 die Kapazitätsgrenze erreicht wurde, soll im Rahmen des Projektes „2018“ bei laufendem Betrieb das Volumen der aufgearbeiteten Geräte auf rund 8.000 gesteigert werden.

Die Flurförderzeuge werden aus ganz Europa nach Dresden transportiert, dort in flexibler Linienfertigung instandgesetzt und anschließend über den Jungheinrich-Direktvertrieb wieder europaweit verkauft. Die Gebrauchtgerätezentren in China und Brasilien sollen nach dem gleichen Prinzip funktionieren. Die im Schnitt rund fünf Jahre alten Geräte werden gemäß der Jungheinrich-Vier-Sterne-Qualitätsstandards aufgearbeitet.

Nach Angaben von Ronald Ohlrogge, Leiter Miete und Gebrauchtgeräte bei Jungheinrich, werden die Flurförderzeuge auf den „neuesten Stand der Sicherheitsbestimmungen“ gebracht. So ein Gerät sei rund 40 Prozent günstiger als ein Neufahrzeug. Dass Unternehmen aufgearbeitete Fahrzeuge in ihre Flotten integrieren, liege nicht nur am Preis, sondern auch an den damit verbundenen Kohlendoxideinsparungen im Vergleich zum Kauf eines Neugerätes.

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