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Stapler: Russischer Markt erholt sich

Hersteller Jungheinrich will weiter investieren.
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Thilo Jörgl

Der russische Markt für Stapler und Lagertechnik hat sich seit 2011 stark erholt. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 24.000 Geräte verkauft. Im Krisenjahr 2009 war der Markt auf weniger als 3.000 verkaufte Neufahrzeuge eingebrochen. Das Top-Niveau von mehr als 27.000 Geräten aus dem Jahr 2007 hat der Markt noch nicht ganz erreicht.

Der Hamburger Intralogistik-Spezialist Jungheinrich will angesichts dieser positiven Entwicklungen weiter in seine Russland-Präsenz investieren. Das sagte der für das Land zuständige Geschäftsführer Stefan Demmig anlässlich der Pressekonferenz „Zehn Jahre Jungheinrich Russland“ in Moskau. Die Hanseaten sind inzwischen mit vier Niederlassungen, 65 Servicestandorten und 350 Mitarbeitern (davon rund 130 Techniker) zwischen St. Petersburg und Wladiwostok vertreten. 2012 veräußerten die Deutschen knapp 3.200 Neufahrzeuge und 412 gebrauchte Stapler. Laut Demmig soll das Servicenetz verdichtet und weitere Niederlassungen und Mietstützpunkte aufgebaut werden. Im Gegensatz zu Deutschland sei der Anteil von Langzeit-Mietgeräten am Gesamtvolumen in Russland niedrig. Er betrage weniger als 25 Prozent. Jungheinrich betreibt eine russische Mietflotte von 2.600 Fahrzeugen.

Künftig will das Management den Mietbereich ausbauen und auch Leasing anbieten. Dafür sollen mit zwei Banken Rahmenverträge geschlossen werden. Die Deutschen rechnen damit, dass der gesamte russische Markt bis 2020 im Schnitt um sechs Prozent pro Jahr wächst. Diese Entwicklung sichert laut Michael Weigand, Osteuropa-Chef des Unternehmens, Arbeitsplätze in Deutschland. Gebrauchtgeräte werden beispielsweise am Standort Dresden für den Wiederverkauf hergerichtet. Zudem sei Russland zweitwichtigster „Kunde“ des unter anderem auf Systemtechnik spezialisierten Werks im bayerischen Moosburg. In diesem Bereich hat Jungheinrich nach eigenen Angaben einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent in Russland.

Die drei größten Lagerprojekte wickelte Jungheinrich in den vergangenen drei Jahren für den Logistikdienstleister Sterh, den Süßwarenspezialisten Roshen und den Waschmittelproduzenten Henkel ab. Für Letzteren errichteten die Hanseaten das erste automatische Lager in Russland mit mehr als 20.000 Palettenstellplätzen. Die Hanseaten versorgen russische Kunden in weniger als vier Tagen mit Ersatzteilen. Um die Ersatzteilversorgung weiter zu verbessern, hat das vor 60 Jahren gegründete Unternehmen unlängst in Kaltenkirchen ein Lager für 35 Mio. Euro eröffnet.

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