Stapler: Lithium-Ionen-Batterien im Fokus

Intralogistik-Spezialist Jungheinrich setzt auf neue Technologie.
Thilo Jörgl

Die Hamburger Jungheinrich AG setzt in den kommenden Jahren verstärkt auf Geräte mit Lithium-Ionen-Batterien. „Die Technologie wird die Intralogistik nachhaltig revolutionieren“, prophezeite Peter Dibben, Grundlagenentwicklungsleiter des Unternehmens, auf einer Fachpresseveranstaltung in Zürich gegenüber Journalisten. Die Hanseaten hatten während der Fachmesse CeMAT im Mai 2011 erstmals ein Gerät der Baureihe EJE 112i mit einer nur 14 kg schweren Lithium-Ionen-Batterie und einer Leistung von einer Kilowattstunde (kWh) vorgestellt. Inzwischen haben die Hamburger bereits einige Hundert dieser handgeführten Flurförderzeuge verkauft. Laut Dibben stellten die Manager eine interne Roadmap für die Entwicklung weiterer Geräte mit der neuen Technologie auf.

Gerade im Mehrschichtbetrieb seien die deutlich teureren Lithium-Ionen-Geräte gegenüber herkömmlichen Flurförderzeugen wirtschaftlich interessant geworden, wenn man die Gesamtbetriebskosten betrachte. Die neuen Energiespeicher haben eine höhere Energiedichte, sind leichter und schnelladefähig, wartungsfrei und im Vergleich zu Blei-Batterien wesentlich länger haltbar. Jungheinrich geht davon aus, dass neue und alte Batterietechnologie aber noch „sehr lange“ parallel eingesetzt werden. Dibben sagte, dass die Hanseaten im Bereich Kommissioniergeräte und Flurförderzeuge mit geringer Tragkraft ihre Entwicklungstätigkeiten mit den neuen Batterien vorantreiben. Vertriebsvorstand Dr. Helmut Limberg erklärte gegenüber LOGISTIK HEUTE, dass Geräte mit Lithium-Ionen-Energiespeichern zudem interessante Möglichkeiten für Konstrukteure böten, weil das Gewicht der Batterie sehr gering sei.

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