Stapler: Kion investiert in Deutschland

Insgesamt 83 Millionen Euro gehen an Linde und Still.
Sowohl Linde als auch Still profitieren von Kion-Investitionen innerhalb der nächsten sechs Jahre. Foto: Linde
Sowohl Linde als auch Still profitieren von Kion-Investitionen innerhalb der nächsten sechs Jahre. Foto: Linde
Thilo Jörgl

Um seine „Strategie 2020“ umzusetzen, pumpt der Wiesbadener Staplerkonzern Kion Group AG rund 83 Millionen Euro in die Marken Linde und Still. Laut einer Mitteilung anlässlich der Geschäftsberichtsvorlage sollen die Mittel bis 2021 in das Linde-Stammwerk Aschaffenburg sowie das Still-Stammwerk Hamburg fließen. Damit sollen die beiden starken Kion-Marken wettbewerbsfähiger gemacht werden.

Neues Werk in Tschechien

Um die Märkte in Osteuropa effizienter bedienen zu können, baut Kion derzeit ein neues Werk in Tschechien. Dort soll die Produktion Anfang 2016 anlaufen. Der weltweit zweitgrößte Staplerkonzern setzt in den kommenden Jahren zudem auf eine sogenannte Plattformstrategie. Mit ersten Modellen ist die globale Volumenplattform bereits dem Markt vorgestellt worden. Sie wird laut Kion in China entwickelt und ist zentraler Bestandteil der Strategie 2020. Nach Aussagen von Kion-CEO Gorden Riske soll in den kommenden Jahren die Präsenz in Wachstumsmärkten wie China und den USA verbessert und das Servicegeschäft weiter ausgebaut werden.

Umsatz verbessert

Riske legte auch die Zahlen für das Geschäftsjahr vor: Der Konzernumsatz verbesserte sich 2014 um 4,1 Prozent auf 4,678 Milliarden Euro. Das Servicegeschäft lag dabei laut Kion mit einem Plus von 8,6 Prozent über dem Vorjahr und trug damit maßgeblich zur guten Umsatzentwicklung des Konzerns bei. Der Anteil des Servicegeschäfts am Gesamtumsatz der Kion Group erhöhte sich im vergangenen Jahr auf 45,9 Prozent (Vorjahr: 43,9 Prozent).

Das operative Ergebnis EBIT stieg um 6,3 Prozent auf 442,9 Millionen Euro. Die Profitabilität übertraf mit einer EBIT-Marge von 9,5 Prozent den Vorjahreswert von 9,3 Prozent. Das Konzernergebnis verbesserte sich mit einem Plus von 28,8 Prozent auf 178,2 Millionen Euro. Grund sind laut Kion sowohl ein bereinigtes operatives Ergebnis auf Rekordniveau wie auch deutlich geringere Finanzierungskosten als Folge des Börsengangs 2013 und verschiedener Refinanzierungsmaßnahmen. Ebenso stieg der Free Cashflow auf 305,9 Millionen Euro (2013: 195,6 Millionen Euro). Die Zahl der Mitarbeiter wuchs von 22.273 auf 22.669.

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