Stapler: Kion geht an die Börse

Gleichzeitig erhöht Weichai Power seine Anteile auf 30 Prozent.
Thilo Jörgl

Jetzt ist es offiziell: Nach monatelangen Spekulationen hat der Wiesbadener Staplerhersteller Kion angekündigt, an die Börse zu gehen. Von Sommer an sei die Notierung am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse geplant, betonte der Konzern mit weltweit 21.000 Mitarbeitern. Gleichzeitig werde der chinesische Staatskonzern Weichai Power seine Anteile an dem Flurförderzeugespezialisten von 25 auf 30 Prozent erhöhen. Die derzeitigen Mehrheitseigner, von Kohlberg Kravis Roberts & Co. L.P. und The Goldman Sachs Group, Inc. beratene oder beherrschte Fonds, werden der Kion Group zufolge weiterhin investiert bleiben.

Der Hersteller, bekannt durch Marken wie Still und Linde, wird künftig unter dem Namen Kion Group AG firmieren. Wie LOGISTIK HEUTE berichtet, hatte der Konzern in den vergangenen Monaten mehrere strategische Entscheidungen getroffen. So kündigten die Hessen an, bis spätestens Oktober 2013 ein Werk in Wales zu schließen. Bereits 2009 wurde die Produktion im englischen Basingstoke eingestellt. 350 Mitarbeiter waren damals davon betroffen. Die Herstellung der betroffenen Staplertypen verlagerte der Konzern an den Linde-Standort Aschaffenburg. Interessanter Nebenaspekt: Kion ist die größte Investition Chinas in Deutschland. Die Kion-Gruppe erzielte im vergangenen Jahr 4,7 Mrd. Euro Umsatz (plus 8,2 Prozent), und machte nach einem Verlust von 93 Mio. Euro im Vorjahr 161 Mio. Euro Gewinn.

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