Stapler: Kauft Kion Unicarriers?

Medienberichte über Gespräche im Hintergrund.
Medien berichten darüber, dass Kion (hier ein Gerät der Marke Linde) derzeit Gespräche mit UniCarriers wegen eines Kaufs führt. Foto: Linde
Medien berichten darüber, dass Kion (hier ein Gerät der Marke Linde) derzeit Gespräche mit UniCarriers wegen eines Kaufs führt. Foto: Linde
Thilo Jörgl

Nach Aussagen eines Insiders hat der Staplerhersteller Kion, bekannt durch Marken wie Still, Linde und Baoli, Interesse an einer Übernahme des japanischen Wettbewerbers UniCarriers. Der Fachmann sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters am 31. März, dass Vertreter des Wiesbadener Konzerns Gespräche mit UniCarriers führten. Dem Insider zufolge redet im Hintergrund derzeit aber auch UniCarriers mit einem Tochterunternehmen des Mischkonzerns Mitsubishi Heavy Industries. Der Transaktionswert werde auf bis zu 100 Milliarden Yen (das entspricht etwa 770 Millionen Euro) geschätzt.

Auch die Wirtschaftszeitung Nikkei aus Japan berichtete in dieser Sache. Dem Blatt zufolge würde Kion seinen Weltmarktanteil durch den Kauf von derzeit 14 auf 18 Prozent steigern. Bei Kion ist zuletzt der chinesische Konzern Weichai Power zum einzigen Großaktionär aufgestiegen.

Ein Stapler-Insider betonte gegenüber LOGISTIK HEUTE, dass es „nicht abwegig sei“, dass Kion den japanischen Wettbewerber schlucke. Die Geschäfte der Asiaten liefen besonders in Japan und Nordamerika gut. Dort sei Europas größter Staplerbauer Kion noch nicht so gut vertreten.

Auf Anfrage von LOGISTIK HEUTE wollte sich Kion zu den angeblichen Gesprächen nicht äußern. „Kein Kommentar“ sagte dazu auch Tobias Laxa, Group Marketing Manager bei UniCarriers Europe. Er bestätigte gegenüber LOGISTIK HEUTE jedoch, dass UniCarriers in Nord- und Südamerika, aber auch in Japan erfolgreich sei. In dem asiatischen Land habe das Unternehmen traditionell durch die Marken TCM und Nissan „eine starke Stellung“.

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