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Stapler: Jungheinrich stärkt internationales Geschäft

Hamburger Intralogistiker startet Direktvertrieb in Rumänien.
Service-Wagen von Jungheinrich in Russland: Dort ging das Unternehmen mit einem neuen Regionallager für Ersatzteile in Moskau an den Start. Foto: Jungheinrich
Service-Wagen von Jungheinrich in Russland: Dort ging das Unternehmen mit einem neuen Regionallager für Ersatzteile in Moskau an den Start. Foto: Jungheinrich
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Thilo Jörgl

Der Hamburger Intralogistikspezialist Jungheinrich AG stärkt sein internationales Geschäft. Ab 1. Januar 2016 werden die Hanseaten in Rumänien mit einem Direktvertrieb starten. Das verkündete Vertriebsvorstand Dr. Lars Brzoska bei der Fachpressekonferenz des Staplerbauers im Jungheinrich-Werk Moosburg. Die Hamburger haben erst vor Kurzem in drei anderen Ländern mit dem Direktvertrieb begonnen. In Südafrika übernahmen die Deutschen das Geschäft der Firma BME, in Australien wurde NTP geschluckt und in Malaysia übernahm man JetCan.

Mehr Servicetechniker

Parallel dazu stellten die Hanseaten 2015 weitere Servicetechniker ein. Laut Brzoska sind weltweit nun mehr als 4.200 Technikspezialisten für die Firma im Einsatz. Zudem erweiterte das börsennotierte Unternehmen, das den Umsatz in den ersten drei Quartalen 2015 um 9,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern konnte, sein Ersatzteillager-Netzwerk. Wie LOGISTIK HEUTE bereits berichtete, ging am 26. Oktober 2015 das Regionallager in Moskau an den Start. Shanghai soll bald folgen. Brzoska zufolge ist auch die Mitarbeiterzahl im Ausland „deutlich stärker“ als in Deutschland gewachsen. Ende September arbeiteten 13.237 Männer und Frauen für den Konzern, davon 7.384 im Ausland. Der Jungheinrich-Vorstand erwartet, dass in diesem Jahr bis Silvester weltweit von allen Herstellern rund 1,097 Millionen Flurförderzeuge verkauft werden. Damit läge das Marktniveau knapp über dem Wert von 2014 (1,094 Millionen Geräte). In den vergangenen Monaten merkte Jungheinrich, dass auch in dem von Verbrennungsmotoren dominierten chinesischen Markt die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen zunimmt. „Auch hier geht der Trend in Richtung Elektrogeräte“, so Brzoska.

Potenzial für Lithium-Ionen-Batterien

Ganz oben auf der Agenda des Konzerns stehen für 2016 Themen wie Vernetzung, Design und Ergonomie, Wirtschaftlichkeit sowie alternative Antriebe. Der neue Technik-Vorstand Dr. Oliver Lücke rechnet in der Nische für Brennstoffzellen in Staplern mit keinem Boom. „Die Lösungen sind auf absehbare Zeit nicht wirtschaftlich“, so Lücke. Gleichwohl biete das Unternehmen Geräte an, die auf Kundenwunsch mit Brennstoffzellen ausgestattet werden können. Große Hoffnungen setzt Lücke hingegen in den Markt für Stapler mit Lithium-Ionen-Batterien. Von 2011 bis heute haben die Hamburger mehr als 1.000 Geräte mit der neuen Technologie verkauft. Und sie wollen das Portfolio weiter ausbauen. Lücke glaubt, dass schon bald neue Lager so konzipiert werden, dass dort alle Flurförderzeuge mit der neuen Technologie laufen und dann spezielle Räume zum Laden von herkömmlichen Blei-Säure-Batterien gar nicht mehr eingerichtet werden.

Neue Motoren

Auf der Fachmesse CeMAT in Hannover will Jungheinrich im Mai 2016 mit 48-Volt-Batterien punkten, die mit Lithium-Ionen-Technologie ausgerüstet sind. Bereits auf der Stuttgarter Fachmesse LogiMAT im März 2016 will der Konzern neue Kombistapler vom Typ „EKX 514-516“ der Weltöffentlichkeit vorstellen. Bei den Geräten kommt erstmals ein Synchron-Reluktanzmotor zum Einsatz. Er setzt dem Hersteller zufolge 93 Prozent der Energie in Leistung um. Zudem wird mit dem Leistungsmodul „Floor Pro“ das seitliche Aufschwingen von Hubgerüst und Kabine bei unebenen Böden reduziert. Mit den neuen Schmalgangstaplern könne man mit bis zu 30 Prozent höherer Geschwindigkeit als bisher auf leicht unebenen Böden fahren, heißt es aus der Zentrale.

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