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Standort: Bleibt Babywalz in Waldsee?

Mitarbeiter sollen ohne Lohnausgleich 2,5 h pro Woche mehr arbeiten.
Redaktion (allg.)

Im kommenden Jahr entscheidet sich, ob die Logistik der Versandhaus Walz GmbH (Babywalz)in Bad Waldsee bleiben soll oder im Herbst 2013 in für das Unternehmen günstigere Gefilde verlagert wird. Das schreibt die „Schwäbische Zeitung“ (SZ) in ihrer Onlineausgabe. Demnach wurden bereits 200 der ehemals 1.000 Vollzeitstellen aus wirtschaftlichen Gründen abgebaut. An der Logistik hängen weitere 80 Vollzeitstellen. Die Lohnkosten und die mangelnde Flexibilität am Standort Bad Waldsee sind die Argumente der Geschäftsführung für eine Auslagerung.

Jetzt haben die Manager ein Konzept vorgestellt, mit dem die Babywalz-Logistik vorerst am Standort erhalten bleiben soll. Die Maßnahmen sollen ein Jahr lang in einer Testphase analysiert werden. Konkret sollen alle Mitarbeiter künftig 2,5 h pro Woche mehr arbeiten – ohne Lohnausgleich. Zudem will das Unternehmen Jahresarbeitszeitkonten einrichten, um flexibler auf das zyklisch anfallende Geschäft im Versandhandel reagieren zu können.

Um die Pläne zu realisieren, ist Babywalz aus dem Tarifvertrag ausgestiegen – ohne Absprache mit dem Betriebsrat. Jetzt ruht die Tarifbindung. Die Geschäftsführung plant vorübergehend unter dem Stichwort Sanierung einen Haustarifvertrag, geht aus dem SZ-Bericht hervor. Unter der Belegschaft gibt es allerdings Zweifel daran, ob die geplanten Maßnahmen langfristig Arbeitsplätze sichern, heißt es in dem Artikel.

(akw)
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