Software: Worauf Logistiker beim Brexit achten sollten

Laut Anbieter BluJay benötigen Unternehmen flexible Software für mehr Datentransparenz.

On Import oder Export: Wer Handel in oder mit Großbritannien treibt, muss sich nach dem 31. Januar 2020 auf Neuerungen im Zollmanagement einstellen. (Symbolbild: Artemegorov/Fotolia)
On Import oder Export: Wer Handel in oder mit Großbritannien treibt, muss sich nach dem 31. Januar 2020 auf Neuerungen im Zollmanagement einstellen. (Symbolbild: Artemegorov/Fotolia)
Sandra Lehmann

Der am 31. Januar anstehende Brexit stellt laut dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) etliche Unternehmen und Logistikverantwortliche in Deutschland vor Herausforderungen. Wie der Softwareanbieter BluJay in einer Meldung vom 30. Januar berichtet, sind hierzulande fast 30.000 Unternehmen, die Waren nach Großbritannien exportierten, vom Austritt der Briten aus der EU betroffen. 40.000 Unternehmen müssen sich nach Zahlen des DIHK auf Zollanmeldungen einstellen, da sie Waren aus UK importieren. Insgesamt könnte der Brexit nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages 500 Millionen Euro an Zusatzkosten bei deutschen Firmen verursachen.

Zusammenarbeit mit Zollbehörden

Um sich im Rahmen der Übergangsfrist, die bis zum 31. Dezember 2020 dauert, auf den Brexit vorzubereiten, rät BluJay vor allem Logistikverantwortlichen, sich auf die neuen Zollbestimmungen einzustellen. Wirtschaftsbeteiligte müssten sich im Zuge des Brexit bei den Zollbehörden registrieren, die auf Antrag eine sogenannte „EORI-Nummer“ vergeben. Der Informationsaustausch zwischen Unternehmen und Zollbehörden erfolge elektronisch über das System ATLAS, das Anmeldung und zertifizierte Software benötigt. Firmen, die Waren nach Großbritannien im- oder exportieren, sollten laut Zoll zudem prüfen, ob bestehende Bewilligungen angepasst, neue zollrechtliche Bewilligungen beantragt und Referenzbeträge für eine Bewilligung neu berechnet werden müssen.

Eine Länderübergreifende und mehrsprachige Zollmanagementsoftware kann Zollmakler, Spediteure, Expresstransporteure und Verlader BluJay zufolge dabei unterstützen, veränderte Vorschriften leichter einzuhalten, Aufwand und Fehleranfälligkeit und die Automatisierung im globalen Handel voranzutreiben. Hierbei sollten Logistiker laut BluJay auf eine agile und flexible Lösung setzen, die in der Lage ist die steten Neuerungen durch den Brexit abzubilden.

Abschied vom Manuellen

Um sich für den EU-Austritt Großbritanniens besser aufzustellen, sollten Unternehmen darüber hinaus flexibel anpassungsstark agieren, so BluJay in der Pressemeldung. Dies bedeute, sich von manuellen Tabellenkalkulationen und isolierten Abläufen zu verabschieden und stattdessen auf systemgesteuertes, integriertes Workflow-Management zu setzen. Ratsam ist es laut BluJay, erfahrende Partner sowie die IT mit ins Boot zu holen, um mehr Datentransparenz, Automatisierung und Compliance zu erreichen.

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