Software: Tex-ass setzt für mehr Transparenz auf Setlog

Die Software des Bochumer Anbieters soll es dem Bekleidungshersteller ermöglichen die eigene Lieferkette zu verfolgen.

Der Textilhersteller Tex-ass nutzt künftig Software von Setlog, um seine Lieferkette besser im Griff zu haben. (Foto: Holger Schmies)
Der Textilhersteller Tex-ass nutzt künftig Software von Setlog, um seine Lieferkette besser im Griff zu haben. (Foto: Holger Schmies)
Sandra Lehmann

Die Tex-ass Textilvertriebs GmbH setzt auf das cloudbasierte Softwaretool „OSCA“ von Setlog, damit die Lieferkette für die Produktion und den Transport von Bekleidung mit Film- und Comicmotiven besser gesteuert werden kann. Das gab der IT-Spezialist mit Sitz in Bochum kürzlich in einer Pressemeldung bekannt. Tex-ass, ein Vermarktungsspezialist von bekannten Lizenzmarken auf Textilien und Accessoires aus Essen, unterzeichnete Ende 2021 einen Vertrag, um in puncto Digitalisierung des Supply Chain Managements auf dem aktuellen Stand der Technik zu sein. Ende des ersten Quartals 2022 sollen „OSCA SCM“ und „OSCA CSR“ in Betrieb genommen.

„Mit OSCA SCM können wir unsere Bestellungen digital verfolgen, weil die Lieferkette transparent ist. Wir haben uns für das Tool von Setlog entschieden, weil es im internationalen Vergleich aus unserer Sicht die beste Lösung ist“, so Holger Schmies, Geschäftsführer und Mitinhaber von Tex-ass.

Das Unternehmen nutzt auch deshalb OSCA CSR (Corporate Social Responsibility) als IT-Tool, um die Vorschriften aus dem künftigen Lieferkettengesetz ohne großen Aufwand einhalten zu können.

OSCA könne einfach implementiert werden und mache eine rasche Abwicklung aller Warenabläufe möglich.

„Die Software ersetzt E-Mails, Excel-Listen und Anrufe über Lieferveränderungen in letzter Minute“, erläutert Ralf Düster, Vorstandsmitglied von Setlog.

Tex-ass übermittelt künftig alle Bestellungen aus dem ERP-System über OSCA an seine zwei Dutzend Lieferanten. Von der Orderbestätigung und der Lieferplanung bis hin zu Transportbuchungen und -verschiffungen soll die SCM-Software dabei immer als zentrales Kommunikations-Tool für alle Partner entlang der Lieferkette dienen. Außer den Kosten könnten zudem Volumina, Durchlaufzeiten, Transportlaufzeiten, Nachlaufsteuerung, Kartonpacklisten inklusive Labelgenerierung und Liefertermine kontrolliert werden. Die Logistikdienstleister, die Tex-ass nutzt, übertragen Transportavise und Trackingdaten direkt in das System. Für einen digitalen Datenaustausch der Order- und Transportinformationen mit den TMS-Lösungen der Speditionsunternehmen hat Setlog hierfür eine REST-API-Schnittstelle entwickelt.

Ein KPI Dashboard visualisiert die wichtigsten Kennzahlen für die Mitarbeitenden von Tex-ass. Alle Partner in der Supply Chain werden gleichzeitig informiert, sobald sich Lieferdaten verändern oder es zu Verzögerungen kommt. Ab der Inbetriebnahme von OSCA laufen alle Sendungen über das System, so Setlog. Für 2022 erwartet das Unternehmen zwischen 250 und 300 FCL-Container- sowie LCL-Sendungen, die so zentral gesteuert und abgewickelt werden.

Aufs Lieferkettengesetz vorbereitet

Um die Vorschriften für das künftige Lieferkettengesetz in Deutschland einfach einhalten zu können, setzt das stark wachsende Unternehmen aus Essen auf die Lösung OSCA CSR. Darin werden die Strukturen der globalen Supply Chains transparent dargestellt. Neue Supply Chain Partner könnten einfach in das System integriert werden. Die Aufnahme von Lieferanten, Agenturen, Fabriken und weiteren Vorlieferanten erfolgt nach einem standardisierten Prozess.

„Aufgrund unseres Umsatzanstiegs wuchs der Serverspeicherplatz für Zertifikate, der E-Mailverkehr und die Arbeit der CSR-Abteilung. Mithilfe von OSCA CSR wollen wir diese Belastungen reduzieren und Transparenz in die Prozesse bringen“, erklärt Schmies.

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