Software: Reflex will Potenziale nutzen

Mit einem neuen Hochregallager und der Software SuPCIS-L8 startet der Papierhersteller in die Zukunft.

Der Papierhersteller Reflex hat am Standort Düren Software des Anbieters S&P Computersysteme implementiert. (Foto: Reflex)
Der Papierhersteller Reflex hat am Standort Düren Software des Anbieters S&P Computersysteme implementiert. (Foto: Reflex)
Melanie Endres

Im Reflex Werk am Standort Düren entstehen seit über 160 Jahren Feinpapiere. Um neben der eigenen Logistik auch als logistischer Dienstleister für Papierprodukte anderer Unternehmen agieren zu können, hat Reflex vor Ort ein automatisches Hochregallager in Betrieb genommen. Das geht aus einer Pressemeldung vom 7. Januar hervor. Im Zuge der Modernisierung ihres Hochregallagers setzt Reflex demnach auf die Implementierung eines neuen Lagerverwaltungssystems und hat sich hier für das Warehouse Management System „SuPCIS-L8“ der S&P Computersysteme GmbH entschieden. Das WMS SuPCIS-L8 übernimmt nach Anbieter-Angaben die gesamte Steuerung der intralogistischen Prozesse im Reflex Distributionszentrum – vom Wareneingang beziehungsweise der Übernahme der Ware aus dem Produktionspuffer über die Einlagerung, die Ver- und Entsorgung der Kommissionierzone mit Versandetikettendruck bis hin zum Verladescanning. Zudem ermögliche das neue Lagerverwaltungssystem die Integration mit dem ERP-System „Microsoft Dynamics NAV“, wodurch Informationen zu Auftragsfortschritten und zur aktuellen Bestandssituation in Echtzeit zur Verfügung stehen.

Zukunftsorientiert und effizient

Mit der Implementierung des WMS SuPCIS-L8 sei für Reflex ein für viele Unternehmen erstrebenswertes Ziel Realität geworden: eine zukunftsorientierte und effiziente Logistik. Dabei unterstütze und digitalisiere das neu eingeführte Lagerverwaltungssystem die bestehenden Prozesse bei Reflex. Die Kombination eines hohen Anteils an konfigurierten Standardprozessen mit punktuell eingesetzten maßgeschneiderten Lösungen sorgen laut Pressemitteilung für die notwendige Effizienz und hohe Benutzerfreundlichkeit.

„Unsere passgenaue Softwarelösung bildet sämtliche Anforderungen von Reflex ab und ermöglicht dem Papierhersteller, flexibel auf Marktanforderungen zu reagieren. Für mich ist es immer wieder eine Freude, vor Ort miterleben zu dürfen, wie das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine mit Software gestaltet werden kann“, so Bodo Nobbe, Senior Projektleiter bei der S&P Computersysteme GmbH.

Vom Wareneingang bis hin zum Verladescanning

In der Produktion werden die Paletten mit einem Palettenetikett und -barcode ausgestattet. Die Paletten werden in diesem Schritt durch Navision an das WMS übermittelt, wo die lückenlose Verfolgung bereits mit dem anschließenden Staplertransport beginnt. Die Informationen zur Palette werden geprüft und an die Packbahn, eine spezialisierte Verpackungsmaschine in der Papierherstellung, gemeldet. Die Steuerung der Packbahn mit den unterschiedlichen, im Artikelstamm hinterlegten Stretchprogrammen erfolgt durch das WMS. Mittels der in SuPCIS-L8 integrierten Transportverwaltung werden anschließend Transportauftragsvergaben initiiert, sodass die Paletten über die integrierte Fördertechnik zu den Regalbediengeräten (RBG) gefördert und dort eingelagert werden können. Das sechsgassige Hochregallager (HRL) biete genügend Kapazitäten für das breit gefächerte Sortiment und die großen Bestandsmengen des Papierherstellers.

Schnell und effizient

Auch die manuell bedienten Lager- und Funktionsbereiche werden durch das LVS verwaltet und so in die Logistikprozesse eingebunden. Die Kommissionierung der Ware erfolgt im Lager von Reflex direkt auf einer Palette, die mit einem Barcode von der Rolle versehen wird – so muss die Ware S&P zufolge im Nachhinein nicht noch einmal umgepackt werden. Auf den mobilen Terminals werden den Mitarbeitern die einzelnen Kommissionieraufträge – kundenbezogene Aufträge sowie Aufträge ohne direkten Kundenbezug in Reihenfolge der vorgesehenen Bearbeitungstermine und Prioritäten angezeigt. Die Mitarbeiter können laut Mitteilung selbstständig entscheiden und koordinieren, wie viele Entnahmen auf eine Zielpalette kommissioniert werden sollen. Nach erfolgreicher Bearbeitung der Aufträge erfolgt die Etikettierung der Paletten. Anschließend werden diese entweder als Ware mit Kundenbezug der Packstraße zugewiesen oder als Lagerware ohne Kundenbezug für die Einlagerung ins HRL transportiert beziehungsweise direkt in ein ebenfalls verwaltetes Blocklager, das als Versandpuffer dient, eingelagert.

Wie S& P berichet unterstützt das WMS durch eine automatische Nachschublogik. So würden die Bestände für die Kommissionierung über Nachschubaufträge automatisch aus dem Hochregallager und Blocklager in den Kommissionierbereich angefordert. Auch hier erfolge die Lagerplatzsuche für die Einlagerung im Kommissionierbereich automatisch durch das LVS. Darüber hinaus biete SuPCIS-L8 dem Papierhersteller wichtige Inventur- und Analysemöglichkeiten, um eine lückenlose und in Echtzeit aktualisierte Übersicht über die Bestände zu haben. Die Strategien und statistischen Auswertungen im Lager würden genutzt, um die logistischen Prozesse auch langfristig optimieren zu können.

„Mit der Modernisierung unseres Hochregallagers und der Implementierung der Lagerverwaltungssoftware SuPCIS-L8 haben wir ein System gefunden, das unsere Logistik langfristig zu managen versteht und einen wesentlichen Baustein für die Zukunftsfähigkeit von Reflex abbildet. Die Zusammenarbeit der beteiligten Unternehmen verlief reibungslos. Durch die nahtlose Integration von SuPCIS-L8 in unsere bestehende Systemlandschaft ist unsere Logistik bestens aufgestellt, um den Anforderungen unserer Kunden auch zukünftig gerecht werden zu können“, so Carsten Gösch, Leiter der Logistik bei Reflex.

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