Software: Neue Lagerverwaltung für Honsel Umformtechnik

ProLogistik installiert neues LVS und Hardware beim Fröndenberger Industrieunternehmen.

Beim Industrieunternehmen Honsel ist ein neues LVS-System im Einsatz, das die Kommissioniervorgänge effizienter gestalten soll. (Foto: ProLogistik)
Beim Industrieunternehmen Honsel ist ein neues LVS-System im Einsatz, das die Kommissioniervorgänge effizienter gestalten soll. (Foto: ProLogistik)
Sandra Lehmann

Der Fröndenberger Umformspezialist Honsel Umformtechnik GmbH hat seine Lagerverwaltung mit Unterstützung des Dortmunder Softwareanbieters ProLogistik GmbH + Co KG optimiert. Wie das Systemhaus kürzlich mitteilte, wurde am Stammsitz des Industrieunternehmens in Fröndenberg/Ruhr ein neues Lagerverwaltungssystem installiert sowie das Ware-zu-Person-Prinzip eingeführt. Mit beiden Maßnahmen wollte Honsel nach eigenen Angaben eine verbesserte Kommissionierleistung bei verringertem Arbeitsaufwand erzielen.

Anbindung ans ERP-System

Dazu nutzt Honsel eigenen Aussagen zufolge die Anwendung „pL-Store“ von ProLogistik, ein standardisiertes Lagerverwaltungssystem (LVS) mit integrierter Materialflusssteuerung. Das pL-Store -LVS verfügt laut Anbieter bereits über eine standardisierte Integrationskomponente, über die es an das im Einsatz befindliche, übergeordnete ERP-System des Partners ProAlpha gekoppelt wurde. Im System abgebildet seien auch die im Einsatz befindlichen Flurförderzeuge des Hamburger Unternehmens Still.

Im täglichen Prozess übermittelt die Lagerverwaltungssoftware ProLogistik zufolge einen Transportauftrag, der Schmalgangstapler nimmt die Palette auf und lagert sie gemäß Anweisung ein. In den zwei Regalgängen am Standort sind rund 1.300, durch das LVS verwaltete Stellplätze eingerichtet worden. Analog gestalte sich der Auslagerprozess. Zur auftragsbezogenen Kommissionierung angeforderte Waren werden palettenweise durch einen Querverschiebewagen an einem der beiden Kommissionierstiche bereitgestellt.

Gegenscan des KLT-Labels

Der Pickbereich umfasst sechs Paletten-Stellplätze, wobei jeweils drei von einem Werker zu bearbeiten sind. Diesem werden die Aufträge auf ein Handgerät aufgespielt. Infolge stellt er die angeforderten Kleinladungsträger (KLTs) zusammen. Um sicherzustellen, dass auch stets der korrekte Artikel gepickt wird, erfolgt laut dem Softwareanbieter eine Gegenscannung des KLT-Labels. Geprüft werden Artikelnummer und Charge. Nach jedem Pick wird die Menge an ProAlpha zurückgemeldet und das ERP-System erzeugt die entsprechenden Versandetiketten. Im Anschluss an die Kommissionierung erhält der Mitarbeiter die Meldung „Palette wird abgefahren“. Befindet sich noch Ware auf der Palette, übernimmt erneut der Querverschiebewagen und transportiert diese zum Einlagerstich in der Vorzone des Schmalganglagers. Leere Ladungsträger werden vom Kommissionierstich abgenommen.

Mehr Effizienz durch mobile Handgeräte

Bei ihrer Arbeit nutzen die Werker laut ProLogistik mobile Handgeräte mit denen die Prozesse schneller und effizienter abgewickelt werden sollen. Diese mobilen Datenerfassungsgeräte stammen genauso vom Dortmunder Systemhaus wie der ebenfalls im Einsatz befindliche Handwagen im Wareneingang. Bei diesem handelt es sich nach Herstellerangaben um eine mobile Arbeitsstation, die sich flexibel nutzen lasse. Auf dem Rollwagen kommt ein Industrie-Touch-PC der „pro-V-pad“-Serie von ProLogistik zum Einsatz. Charakteristisch für den Terminal-PC aus eigener Herstellung seien das schlagresistente Kunststoffgehäuse und eine stabile Touch-Oberfläche. Kennzeichnend für Handwagen sind den Dortmundern zufolge die drehbaren Rollen, eine Feststellbremse, ein integrierter Kabelkanal sowie Ablageflächen. Dort ließen sich Dokumente unterbringen, aber auch Scanner, Etiketten-Drucker oder eine Batterie. Die Akku-Box hat den Vorteil, dass der Handwagen unabhängig vom Stromnetz genutzt werden kann, so das Dortmunder Unternehmen.

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