Software: Kinderfahrradhersteller Woom digitalisiert sein Lieferkettenmanagement

Das österreichische Unternehmen setzt auf IT von Setlog.

Das Team von Woom, Christian Bezdeker, Marcus Ihlenfeld und Guido Dohm (v.l.n.r.), setzt auf Logistik-IT des Bochumer Anbieters Setlog. (Foto: Woom)
Das Team von Woom, Christian Bezdeker, Marcus Ihlenfeld und Guido Dohm (v.l.n.r.), setzt auf Logistik-IT des Bochumer Anbieters Setlog. (Foto: Woom)
Sandra Lehmann

Der österreichische Kinderfahrradhersteller Woom hat das deutsche Unternehmen Setlog mit dem Aufbau und der Implementierung der cloudbasierten Supply-Chain-Management-Software „OSCA“ beauftragt. Das gab der Zweiradanbieter mit Sitz in Klosterneuburg bei Wien im Rahmen einer Pressemeldung bekannt. Das Ziel hinter der Zusammenarbeit: die sichere Beschaffung von Produkten und die Bewältigung des wachsenden Beschaffungsvolumens.

Beschaffungszeiten reduzieren

In Klosterneuburg setzt man laut Woom darauf, dass die Software Beschaffungsprozesse beschleunigen und die dafür notwendigen Zeiten verkürzen wird: Außerdem sollen dadurch alle Vorgänge entlang der globalen Lieferketten transparenter und effizienter werden.

„Ich bin überzeugt, dass uns OSCA stark dabei unterstützen wird, die gegenwärtigen Herausforderungen in der Supply-Chain besser zu bewältigen“, sagt Guido Dohm, Geschäftsführer von Woom.

Die cloudbasierte Technologie soll nach Anbieterangaben Aussagen über die Verfügbarkeit der Räder verlässlicher machen. Durch Informationen in Echtzeit und eine effizientere Kommunikation sollen sich so etwa die Beschaffungszeiten verkürzen.

„Wir freuen uns, dass das junge und innovative Unternehmen Woom für die Steuerung der Wertschöpfungskette auf OSCA setzt“, so Ralf Düster, Vorstand der Setlog GmbH.

Schwerpunkte der Implementierung seien es, Transparenz in der gesamten Supply-Chain zu schaffen und die Beschleunigung der Prozesse durch kollaborative Zusammenarbeit aller beteiligten Partner auf einer Plattform voranzutreiben.

Zentrale Steuerung

Über die Plattform des deutschen Partners werden Woom zufolge in den kommenden Monaten die Woom Abteilungen mit Lieferanten, Fabriken, Lagerhäusern, Spediteuren, Reedereien und Qualitätssicherung vernetzt. Auftragsverfolgung samt Dokumentenverkehr erfolgten automatisiert und papierlos – der Containertransport werde optimiert. Die gesamte Kommunikation erfolge künftig direkt über die Dialogfunktion der Plattform. Das Woom Supply-Chain-Team in Klosterneuburg könne damit alle Beschaffungsvorgänge – von der Lieferantenauswahl, über Preisverhandlungen und Allokation der Produktionsaufträge bis hin zur Produktions- und Transportsteuerung – zentral steuern und kontrollieren.

„Das neue digitale Supply-Chain-Management bedeutet nicht nur eine Verkürzung der Beschaffungszeiten und bessere Servicequalität für unsere Kundinnen und Kunden, sondern es fördert auch die fließende Integration von Sozialstandards in unsere operativen Beschaffungsaktivitäten und hilft uns, Ressourcen zu schonen“, erläutert Dohm.

Die Digitalisierung des Supply-Chain-Managements sei dabei nur eine Maßnahme von mehreren, die bei dem Fahrradanbieter zu mehr Verlässlichkeit bei der Beschaffung und zu mehr Nachhaltigkeit führen sollen. Eine weitere ist Woom zufolge die schrittweise Verlagerung der Produktion für den europäischen Markt nach Europa: Seit Anfang des Jahres laufen in einem Werk des deutschen Unternehmens Sprick Cycle GmbH in Świebodzin im Süden von Polen „woom ORIGINAL bikes“ – also die klassischen Kinderfahrräder „woom 1“ bis „woom 6“ – vom Band.

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