Software: Craiss schaltet mit ProLogistik neuen Standort in Tschechien auf

IT-Anbieter hat Lagerverwaltungssoftware „pL-Store“ installiert.

ProLogistik hat den Dienstleister Craiss dabei unterstützt seinen Standort in Tschechien softwareseitig auszustatten. (Foto: Craiss)
ProLogistik hat den Dienstleister Craiss dabei unterstützt seinen Standort in Tschechien softwareseitig auszustatten. (Foto: Craiss)
Sandra Lehmann

Seit Mai 2019 betreibt der Logistikdienstleister Albert Craiss GmbH & Co. KG, Mühlacker, im tschechischen Mohelnice ein Lager für Getriebemotoren, dass direkt an das Werk des Kunden angebunden ist. Um vor Ort die Kommissionier- und Verpackungsprozesse softwareseitig aufzusetzen, entschied sich der Dienstleister für eine Zusammenarbeit mit dem IT-Anbieter ProLogistik aus Dortmund. Das gab das Softwarehaus im Rahmen einer Pressemeldung bekannt. Demnach kommt in der 6.000 Quadratmeter großen Anlage seit Ende 2019 die Lagerverwaltungssoftware „pL-Store“ von ProLogistik zum Einsatz. Prämisse sei es gewesen, hohe Bestände im Produktionsumfeld sowie überflüssige Materialbewegungen im Sinne des Lean-Gedankens zu vermeiden.

Scanner löst Auftrag aus

Eine Besonderheit der umgesetzten Softwarelösung für die Lagerverwaltung ist nach ProLogistik-Angaben die produktionsplatzbezogene Freigabe der Aufträge. Das heiß, alle benötigten Komponenten sind ausschließlich sequentiell zu kommissionieren. Dabei kommen Gabelstapler, Vertikalkommissionierer und Routenzüge zum Einsatz. Die Nachschubanforderung werde durch Scannung des Montageplatzes ausgelöst und zeitgleich in pL-Store erfasst. Parallel erfolge die Aktivierung eines Transports für den aufzunehmenden Auftrag, der an einem als Puffer-Korridor ausgeführten Bahnhof bereitsteht. Ein zuständiger Mitarbeiter wird über die Verfügbarkeit informiert und transportiert die angeforderten Teile per Routenzug an die korrekte Arbeitsstation. Dort stünden sie direkt im Zugriff und könnten ohne Verzögerungsintervalle verbaut werden. Derweil werden dem Anbieter zufolge an das SAP-ERP Status-Telegramme über den Verlauf übermittelt.

Kennzeichnend sei zudem der Prozess der „mobilen Verpackung“. Er impliziert, so ProLogistik, dass sämtliche Verpackungsdialoge über die Masken der mobilen Datenerfassungsgeräte ablaufen. Per Scannung der Seriennummer ließen sich die aus der Produktion zugeführten Getriebemotoren identifizieren und könnten unmittelbar verpackt werden. Diese Maßnahme ist erforderlich, da die empfindlichen Fertigwaren zeitnah ausgeliefert oder durch die Verpackung geschützt im Versandlager zu bevorraten sind, teilte das Softwarehaus mit.

Printer Friendly, PDF & Email