Sensorik: LiDAR-Mehrstrahlscanner für spurgeführte Kleinstfahrzeuge

Der Sicherheitssensor soll eine Produktionssteigerung durch eine erhöhte Geschwindigkeit beim Einsatz der Fahrzeuge ermöglichen.

Der sichere Mehrstrahlscanner scanGrid2 von SICK nutzt die eigenentwickelte solid-state LiDAR Technologie für kleine fahrerlose und spurgeführte Transportfahrzeugen. (Foto: Sick)
Der sichere Mehrstrahlscanner scanGrid2 von SICK nutzt die eigenentwickelte solid-state LiDAR Technologie für kleine fahrerlose und spurgeführte Transportfahrzeugen. (Foto: Sick)
Therese Meitinger

Der kompakte Mehrstrahlscanner „scanGrid2“ von Sick nutzt nach Herstellerangaben erstmals die eigenentwickelte solid-state LiDAR Technologie für kleine fahrerlose und spurgeführte Transportfahrzeugen, sogenannte Automated Guided Carts (AGCs). Zertifiziert als Typ 2 / SIL 1 Sicherheitssensor nach der IEC 61496-3 könne scanGrid2 Gefahrenbereiche bis Performance Level c absichern und zur Kollisionsvermeidung eingesetzt werden, so Sick. App und Klonfunktion böten zusätzlich eine hohe Usability und schnelle Inbetriebnahme der Sensorlösung.

„Wir wollen besonders Herstellern kleiner fahrerlosen und spurgeführten AGCs eine wirtschaftliche Sicherheitslösung bieten, mit der sie die Produktivität ihrer Applikationen steigern können. Konkret bedeutet dies, die Geschwindigkeit oder Zuladung der Fahrzeuge zu erhöhen oder mechanische Barrieren, wie etwa Zäune, eliminieren zu können“, erklärt Marco Faller, strategischer Produktmanager bei der Sick AG.

Für sehr einfache und äußerst kostengünstige Kleinstfahrzeuge sind Sick zufolge herkömmliche Sicherheits-Laserscanner aus wirtschaftlichen Gründen oftmals keine geeignete Lösung. Demnach stand der Anwender bisher häufig vor der Wahl sein AGC in der Geschwindigkeit beziehungsweise Zuladung zu limitieren oder in umzäunten Bereichen fahren zu lassen, um die von den Fahrzeugen ausgehende Gefahr zu minimieren. ScanGrid2 biete dem Nutzer nun neue Möglichkeiten, um Produktivitätssteigerungen für seine kleinen fahrerlosen und spurgeführten Carts zu erzielen, argumentiert Sick.

Der Sensor erkennt nach Herstellerangaben im frei konfigurierbaren Schutzfeldbereich verschiedene Objektgrößen sicher, kann mehrere Felder auswerten und konfigurierte Überwachungsfälle ausführen. Über den sicheren Arbeitsbereich hinaus könne ein Warnfeldbereich von bis zu vier Metern für nicht-sicherheitsgerichtete Aktionen genutzt werden, heißt es. Die solid-state LiDAR Technologie basiert laut dem Anbieter auf dem Prinzip der Lichtlaufzeitmessung und verzichtet ganz auf bewegliche Teile. Reine Halbleiterelemente in Verbindung mit Optikmodulen werden stattdessen genutzt, um über eine geometrische Anordnung ein Schutzfeld von 150 Grad aufzuspannen. Innerhalb des definierten Schutzfeldbereichs kann scanGrid2 im Kontext von Sicherheitsanwendungen als Typ 2 Klassifizierung Performance Level c Applikationen lösen.

 

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