Seeverkehr: Hamburg prüft Hafen-Prognose

Erhebung des Bundes gefährdet Ausbaupläne.
Redaktion (allg.)

Eine neue Seeverkehrsprognose, die das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung aktuell veröffentlicht hat, schätzt für den Zeitraum 2010 bis 2030 ein signifikantes Umschlagwachstum der deutschen Seehäfen von jährlich 2,8 Prozent. Dabei soll laut Erhebung der neue Tiefseewasserhafen Wilhelmshaven einen relativ großen Anteil des Wachstums an Containerverkehren aufnehmen.

Für den Hafen Hamburg wurde ein Umschlag von 16,3 Mio. Standardcontainern (TEU) im Jahr 2030 ermittelt. Damit prognostiziert der Bund zwar ein Wachstum. Der Wert liegt jedoch deutlich unter dem vom Hamburger Senat für den Hafenentwicklungsplan im April 2013 berechneten Wert von 25,4 Mio. TEU. An diese Entwicklungsperspektive, die sich auf ein älteres Gutachten des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) in Bremen stützt, hat der Senat jedoch die Planung für den Hafenausbau geknüpft.

Nun will die Hamburger Behörde die Wachstumserwartungen des Bundes für Deutschlands größten Seehafen prüfen. Muss das Ergebnis des Senats nach unten korrigiert werden, könnte dies für einige Ausbauvorhaben das Aus bedeuten.

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