Seefracht: Hafen Antwerpen und Hafen Zeebrugge fusionieren

Vereinigungsprozess zum Port of Antwerp-Bruges ist offiziell eingeläutet.

Dirk De Fauw, Bürgermeister von Brügge und Vorsitzender der Hafenverwaltung Zeebrugge, und Annick De Ridder, Hafenschöffin und Vorsitzende des Verwaltungsrats des Hafen Antwerpen, nach der Unterzeichnung der Charta. (Foto: Port of Antwerp)
Dirk De Fauw, Bürgermeister von Brügge und Vorsitzender der Hafenverwaltung Zeebrugge, und Annick De Ridder, Hafenschöffin und Vorsitzende des Verwaltungsrats des Hafen Antwerpen, nach der Unterzeichnung der Charta. (Foto: Port of Antwerp)
Matthias Pieringer

Die belgischen Städte Antwerpen und Brügge haben eine Vereinbarung über die Fusion ihrer beiden Häfen getroffen. Das Zwei-Städte-Abkommen läute offiziell den Vereinigungsprozess ein, der voraussichtlich ein Jahr andauern werde, heißt es in einer Pressemitteilung vom 12. Februar. Anschließend sollen die Häfen unter dem Namen Hafen Antwerpen-Brügge (Port of Antwerp-Bruges) weiterbestehen.

Neue globale Stellung

Die gemeinsame Position der Häfen von Antwerpen und Zeebrugge in der globalen Lieferkette soll einen wichtigen Schub erhalten. „Damit wird der vereinigte Hafen zum führenden Containerhafen (157 Millionen Tonnen/Jahr), einem der größten Stückguthäfen und dem größten Fahrzeugumschlaghafen in Europa. Darüber hinaus wird der Hafen mehr als 15 Prozent des gesamten Transitverkehrs von Gas in Europa ausmachen und natürlich auch die wichtigste Drehscheibe für Chemikalien in Europa bleiben“, hieß es.

Wirtschaft, Mensch und Klima

Bei der Fusion gehe es jedoch um mehr als nur Tonnen und Volumen. Entstehen solle der „erste Welthafen, der Wirtschaft, Mensch und Klima miteinander vereint“. Das Fusionsprojekt basiere darauf, sowohl für die Umgebung von Antwerpen und Zeebrugge, Kunden und Stakeholder, aber auch für das übrige Flandern einen Mehrwert zu schaffen. In einem gemeinsamen Plan definierten beide Häfen demnach drei strategische Prioritäten: nachhaltiges Wachstum, Widerstandsfähigkeit und Führungsrolle beim Energie- und digitalen Wandel.

Abschluss im Laufe 2021

Die Transaktion unterliegt den Angaben zufolge einer Reihe üblicher aufschiebender Bedingungen, einschließlich der Genehmigung durch die belgischen Wettbewerbsbehörden. Beide Parteien streben den Abschluss der Transaktion im Laufe des Jahres 2021 an.

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