Seefracht: Deutsche Post DHL Group übernimmt J.F. Hillebrand Group

Bonner Logistikkonzern möchte Position auf dem Seefrachtspeditionsmarkt stärken.

Den Seefrachtspeditionsmarkt hat die Deutsche Post DHL Group mit der Akquisition von Hillebrand im Blick. (Foto: Deutsche Post)
Den Seefrachtspeditionsmarkt hat die Deutsche Post DHL Group mit der Akquisition von Hillebrand im Blick. (Foto: Deutsche Post)
Matthias Pieringer

Deutsche Post DHL Group hat eine Vereinbarung zur Übernahme von bis zu 100 Prozent der J.F. Hillebrand Group AG und deren Tochtergesellschaften für rund 1,5 Milliarden Euro unterzeichnet, wie der Logistikdienstleistungs-Konzern am 17. August in Bonn mitteilte. Der strategische Zusammenschluss von Hillebrand mit der DHL-Division Global Forwarding, Freight werde die Position des Konzerns auf dem dynamischen Seefrachtspeditionsmarkt stärken, hieß es. Die Fokussierung auf das Logistik-Kerngeschäft sei ein Schlüsselelement der Strategie 2025 des Konzerns, wobei die Priorität für ausgewähltes anorganisches Wachstum auf spezifischen, strategisch relevanten Aktivitäten liege. 

„Angesichts der erreichten Stärke unseres Speditionsgeschäfts stellt die Übernahme von Hillebrand eine hervorragende Ergänzung unseres bestehenden Portfolios dar. Im Einklang mit unserer Konzernstrategie stärken wir unser logistisches Kerngeschäft und sorgen für langfristiges profitables Wachstum“, so Frank Appel, CEO Deutsche Post DHL Group.

Flüssige Massengüter

Hillebrand ist ein globaler Dienstleister, der sich auf Seefrachtspedition, Transport und Logistik von Getränken, ungefährlichen flüssigen Massengütern und anderen Produkten, deren Transport besondere Sorgfalt erfordert, spezialisiert hat. Das Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 2.700 Mitarbeiter. Hillebrand generierte in den letzten zwölf Monaten einen Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro und geht in 2021 von einem Transport von circa 500.000 TEU aus.

Der Zusammenschluss unterliegt den Angaben zufolge der Genehmigung der zuständigen Kartellbehörden in bestimmten Ländern, unter anderem in der EU und den USA. Diese Genehmigungen würden in den kommenden Monaten erwartet. DPDHL beabsichtige, die Übernahme mit verfügbaren liquiden Mitteln zu finanzieren, hieß es.