Seefracht: Demo legt Hafen lahm

Banken-Gegner blockieren Schiffsverkehr in Oakland.
Thilo Jörgl
In der Nacht zum 3. November haben rund 5.000 Demonstranten der sogenannten Occupy-Bewegung den Industriehafen der kalifornischen Stadt Oakland blockiert. Wie US-Medien berichten, stand der Schiffsverkehr im wichtigsten Hafen der amerikanischen Westküste still. Die Polizei warnte zwar die Aktivisten, dass das Betreten der Anlagen ein Bundesvergehen sei, aber diese setzten sich darüber hinweg und tanzten fröhlich zu Rockmusik von Led Zeppelin. Ein Hafensprecher betonte, dass noch nicht fest stehe, wann der Betrieb wieder aufgenommen werden kann. Die Aktion der Anti-Wallstreet-Bewegung lief der Polizei zufolge friedlich ab. Die Kapitalismusgegner in Oakland hatten für 2. November eine Art Generalstreik ausgerufen, nachdem ein ehemaliger Teilnehmer aus dem Irak-Krieg vor einigen Tagen bei Zusammenstößen mit der Polizei verletzt worden war. Laut Angaben von lokalen Medien nahmen zwischen 5000 und 7000 Menschen an den Aktionen teil. Die Proteste breiten sich seit Mitte September von New York über die ganze USA aus. Die Demonstranten kritisieren, dass ärmliche Bevölkerungsschichten besonders unter den Folgen der Finanzkrise leiden und die Banken zu viel Einfluss auf die Politik nehmen.
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