Seefracht: Antwerpen bringt sich in Position

Belgier wollen Rolle als Seehafen für Nordrhein-Westfalen stärken.
Matthias Pieringer

Der Antwerpener Hafen hat auf seine Bedeutung als Seehafen für Nordrhein-Westfalen hingewiesen. Die Hälfte des deutschen Containerverkehrs in Richtung Antwerpen stamme aus Nordrhein-Westfalen, meldete der Hafenbetrieb Antwerpen anlässlich eines Hafentags, der am 7. Mai in Düsseldorf stattfand.

Die Eisenbahn nimmt laut den Belgiern als Transportmittel bisher nicht den Anteil ein, den sie übernehmen könnte. Der Antwerpener Hafen erarbeitet daher den Angaben zufolge mit den Nordrhein-Westfälischen Industrie- und Handelskammern einen Stufenplan. In diesem Plan sollen die Prioritäten bei den Investitionen in die Eisenbahninfrastruktur zwischen den Westhäfen und Nordrhein-Westfalen neu definiert werden. Der Ausgangspunkt sei eine Erweiterung der Kapazität zwischen Aachen und Mönchengladbach einerseits und Aachen und Düren andererseits, da diese Verbindungen bereits 2015 komplett ausgelastet sein dürften, hieß es. Langfristig bleibe die Reaktivierung des „Eisernen Rheins“ ebenfalls eine Priorität.

Im Antwerpener Hafen wird unterdessen weiter am Liefkenshoek-Eisenbahntunnel gearbeitet. Ab 2014 sorge dieser mit einer Kapazität von 109 Zügen pro Tag für eine zweite Eisenbahnverbindung zwischen linkem und rechtem Scheldeufer, teilten die Belgier mit.

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