SCRM: Lösungsanbieter Interos wird zum Unicorn

Interos sammelt in einer Finanzierungsrunde 100 Millionen US-Dollar für die KI-getriebene Lieferkettenplattform, Bewertung steigt auf mehr als eine Milliarde US-Dollar.

Interos hat sich auf die Fahnen geschrieben, proaktiv physische, Cybersicherheits- und Nachhaltigkeitsrisiken in der Lieferkette aufzudecken. (Symbolbild; Foto: sippakorn/Fotolia)
Interos hat sich auf die Fahnen geschrieben, proaktiv physische, Cybersicherheits- und Nachhaltigkeitsrisiken in der Lieferkette aufzudecken. (Symbolbild; Foto: sippakorn/Fotolia)
Matthias Pieringer

Interos, ein Lösungsanbieter für das Risikomanagement von Lieferketten  mit Sitz in Washington, D.C. (USA) hat am 22. Juli sein Series-C-Funding in Höhe von 100 Millionen US-Dollar, unter Führung des Investment- und Beratungsunternehmens NightDragon, bekanntgegeben. Aktuelle Investoren, darunter Kleiner Perkins und Venrock, seien ebenfalls beteiligt, hieß es. Mit dieser Finanzierung steigt den Angaben zufolge die Bewertung von Interos auf über eine Milliarde US-Dollar und etabliert das Unternehmen als „Unicorn“. 

„COVID-19 und andere makroökonomische und digitale Unterbrechungen der Lieferkette im vergangenen Jahr haben ein Bewusstsein bei Vorständen und anderen Führungskräften dafür geschaffen, welche Auswirkungen solche Ereignisse auf die operative Widerstandsfähigkeit, die Unternehmensleistung und den Ruf haben können“, sagte Jennifer Bisceglie, CEO von Interos. „Die bisher manuelle und oft nur im Jahresrhythmus stattfindende Überprüfung von Risiken in der Lieferkette muss dringend automatisiert werden und kontinuierlich erfolgen, und das kann nur durch KI/ML-basierte Technologie erreicht werden. Diese Finanzierung wird es uns ermöglichen, unsere Mission zu beschleunigen, Unternehmen dabei zu helfen, Probleme in der Lieferkette zu beheben, bevor sie zu einer Unterbrechung des Arbeitsbetriebs oder einem schwerwiegenden Reputationsverlust führen.“

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Die kürzlich aktualisierte Interos-Plattform überwacht nach Unternehmensangaben sowohl physische als auch digitale Supply-Chain-Probleme in Dutzenden von Risikokategorien, darunter finanzielle, operative, Governance-, geografische und Cybersicherheitsfaktoren. Die Plattform überwache auch Risikofaktoren in Sachen ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit, wie unethische Arbeitspraktiken und Treibhausgasemissionen, hieß es. Die US-Börsenaufsicht SEC entwickele derzeit neue Reporting-Anforderungen in Sachen ESG (Environmental Social Governance) für börsennotierte Unternehmen, aber bisher sei diese Art von Risiko für viele Unternehmen ein blinder Fleck, teilte Interos mit.

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