SCRM: KI hilft Risiken in Lieferketten umfassend abzubilden

Das SCRM-Tool „Sentrisk“ nutzt neue Technologien wie KI zur Kartierung von Lieferketten und Geodaten, die auf Satellitenaufnahmen basieren.

Martin South ist President und CEO von Marsh. (Bild: Marsh McLennan)
Martin South ist President und CEO von Marsh. (Bild: Marsh McLennan)
Therese Meitinger

Das US-Beratungsunternehmen Marsh McLennan hat laut einer Pressemitteilung vom 13. Juni „Sentrisk“ auf den Markt gebracht, ein innovatives auf künstliche Intelligenz (KI) gestütztes Tool, das das Management globaler Lieferkettenrisiken verbessern soll. In die Entwicklung von Sentrisk flossen nach Unternehmensangaben die verschiedenen Fähigkeiten und Kompetenzen von Marsh und Oliver Wyman, zwei Unternehmen von Marsh McLennan, ein. Sentrisk nutzt nach Anbieterangaben neue Technologien wie KI zur Kartierung von Lieferketten und Geodaten, die auf Satellitenaufnahmen basieren. Unternehmen können demnach mithilfe dieses Tools ihre Lieferketten umfassend abbilden und Strategien zur Risikominderung, -Transfer und -Management entwickeln.

Sentrisk erfasse die Lieferketten eines Unternehmens und ergänze die firmeneigenen Analysen, heißt es. So könnten Schwachstellen mit niedrigem, mittlerem und hohem Risiko mit Bezug auf Standort, Lieferant oder Komponenten identifiziert werden. Die Unternehmen erhalten nach Firmenangaben so eine umfassende Bewertung ihrer Lieferkettenrisiken, Warnungen über Störungen in der Nähe kritischer Anlagen und können auf Risikoberatungsleistungen von Marsh und Oliver Wyman zugreifen. Zu den derzeit modellierten Risiken gehören Naturgefahren, geopolitische, klimabedingte und Reputationsrisiken sowie strukturelle Risiken, zum Beispiel Abhängigkeiten von einzelnen Zulieferern und die geografische Konzentration von Lieferanten.

„Steigende geopolitische Spannungen und andere Risiken wie die Auswirkungen von Klimaereignissen bedeuten, dass Schwachstellen in der Lieferkette heute zu den größten Sorgen der Unternehmen gehören“, sagt Martin South, President und CEO von Marsh. „Mit Sentrisk können unsere Kunden KI-Technologie nutzen, um schneller fundierte Entscheidungen zu treffen und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Schocks zu verbessern.“

Nick Studer, President und CEO der Oliver Wyman Group, ergänzt:

„Mit Sentrisk können Unternehmen mehr Klarheit gewinnen, um sich strategisch gut aufzustellen. Wenn sie wissen, wo sich Risiken in ihrer Lieferkette befinden, können sie die möglichen Auswirkungen globaler Ereignisse besser antizipieren und proaktiv Maßnahmen ergreifen, um Lieferketten-Unterbrechungen zu vermeiden.“