SCM: Ungenügende Datenintegration und fehlende Echtzeitdaten bremsen

Lediglich zwölf Prozent der Befragten einer Studie von InterSystems arbeiten im Supply-Chain-Kontext mit Daten, die jünger als eine Stunde sind.

Die Orchestrierung vom Lieferketten ist auch eine Frage der Daten, so eine Studie von InterSystems. (Symbolbild: Eyetronic / AdobeStock)
Die Orchestrierung vom Lieferketten ist auch eine Frage der Daten, so eine Studie von InterSystems. (Symbolbild: Eyetronic / AdobeStock)
Therese Meitinger

Weltweit bleibt die Orchestrierung von Lieferketten eine große Herausforderung. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von InterSystems, einem US-amerikanischen Anbieter von Datenmanagement-Lösungen, wie eine Pressemitteilung vom 22. Februar besagt. Als Grund nennen 48 Prozent der befragten Unternehmen darin die fehlende End-to-End-Transparenz über die Lieferketten hinweg. Lediglich zwölf Prozent der Befragten arbeiten laut der Erhebung mit Daten, die jünger als eine Stunde sind. Das wiegt dem Anbieter zufolge schwer, denn je älter die Daten sind, desto mehr beeinträchtigen sie eine effiziente Supply-Chain-Orchestrierung.

Die Ergebnisse der neuen Studie basieren auf einer weltweiten Umfrage. Im Auftrag von InterSystems befragte das unabhängige Marktforschungsunternehmen Vitreous World insgesamt 450 leitende Entscheidungsträger der Logistik aus einer Reihe von Branchen in 13 Ländern, darunter auch 50 Teilnehmer aus Deutschland.                                                                                

Manuelle Prozesse und Altsysteme sind die Regel

Lieferkettenbezogene Daten sind der Studie zufolge oft noch über unterschiedliche Systeme und Anwendungen hinweg verteilt. Von den befragten Logistikern sehen 46 Prozent in der mangelnden beziehungsweise vollständig fehlenden Datenintegration das größte Hindernis für die Optimierung der Supply Chain. Weitere 39 Prozent vermissen Echtzeitdaten aus der Logistik, um rasch die bestmöglichen Entscheidungen treffen zu können. Gerade beim Datenmanagement besteht InterSystems zufolge daher noch großer Handlungsbedarf. Die Mehrheit (81 Prozent) setzt aktuell auf manuelle Prozesse, Altsysteme und mehrere Lösungen von verschiedenen Anbietern, um Daten aus verfügbaren Quellen zusammenzuführen und diese für die Entscheidungsfindung aufzubereiten. Moderne, auf die spezifischen Anforderungen der Supply Chain abgestimmte Datenplattformen nutzen lediglich 48 Prozent der Unternehmen bereits.

 „Für die Zukunft kommt es darauf an, schneller relevante Erkenntnisse über die eigenen Logistikprozesse zu gewinnen.“ – Die Teilnehmer der Umfrage stimmen dieser Auffassung zu. So sind 68 Prozent der Meinung, dass ein Echtzeitzugriff auf Daten und Erkenntnisse aus allen verfügbaren internen und externen Quellen ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche Supply-Chain-Orchestrierung ist.

„Um heute erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen wichtige Erkenntnisse aus einer Vielzahl unterschiedlicher Quellen innerhalb und außerhalb ihrer Lieferketten gewinnen. Sie benötigen nahezu in Echtzeit prädiktive und präskriptive Erkenntnisse, die es ihnen ermöglichen, innerhalb von Minuten die richtigen Entscheidungen zu treffen“, erklärt Leonid Yanshin, Sales Executive bei InterSystems. „Obwohl Analysen, künstliche Intelligenz und Decision Intelligence für eine effektive Orchestrierung immer wichtiger werden, stecken viele Unternehmen noch in der Vergangenheit fest und verlassen sich auf manuelle Methoden zur Verarbeitung mehrere Tage alter Daten. Nur mit verstärkter Automatisierung und eingebetteter Analytik gelingt es, schnelle, relevante und genaue Erkenntnisse zu erhalten sowie neue Chancen oder Lieferprobleme rechtzeitig zu erkennen und frühzeitig zu handeln. Das alles sorgt innerhalb der Logistik für die nötige Flexibilität und Resilienz.“