SCM: Resilienz als Zielbild für globale Wertschöpfungsketten

Resilienz zählt zu den Topthemen im Konferenzprogramm der Logistikfachmesse transport logistic 2023 in München.

Resilienz ist eines der Hauptthemen im Konferenzprogramm der transport logistic 2023 vom 9. bis 12. Mai in München. (Foto: Jane/AdobeStock)
Resilienz ist eines der Hauptthemen im Konferenzprogramm der transport logistic 2023 vom 9. bis 12. Mai in München. (Foto: Jane/AdobeStock)
Matthias Pieringer

Resilienz nimmt im Konferenzprogramm der transport logistic 2023, die vom 9. bis 12. Mai in München stattfindet, einen hohen Stellenwert ein. Die Bundesvereinigung Logistik (BVL) veranstaltet dazu das Fachforum „Der Einfluss der Geopolitik auf ihre Supply Chain - Aktuelle Einordnung und Ausblick“ (9. Mai, 13:00 Uhr bis 14:00 Uhr, Forum Halle B2).

VUCA- und BANI-Welt

Die Logistikbranche stehe vor der herausfordernden Aufgabe, resilientere Wertschöpfungsketten zu schaffen, die den Rahmenbedingungen der VUCA-Welt (volatil, unsicher, komplex und mehrdeutig) und der BANI-Welt (brüchig, ängstlich, nicht-linear, unbegreiflich) Welt gerecht werden, heißt es in einer Ankündigung für das Forum.

Komplexere Planung

Noch bis vor wenigen Jahren habe bei der Planung von Wertschöpfungsketten das Lean-Konzept im Mittelpunkt gestanden. Heute müsse neben der Kostenminimierung die Lieferfähigkeit stärker in die Planung einbezogen werden, bei gleichzeitiger Kalkulation von Risiken entlang der Wertschöpfungsketten. Dies mache die Planung komplexer und damit auch die dabei eingesetzten Methoden und Instrumente.

Whitepaper zur Resilienz

Außerdem hat die BVL im Vorfeld der transport logistic 2023 ein Whitepaper veröffentlicht, das unter http://www.bvl.de/resilienz kostenfrei zum Download zur Verfügung steht. Die Autoren Dr. Martin Schwemmer, Geschäftsführer der BVL, und Saskia Sardesai, stellvertretende Abteilungsleiterin Supply Chain Engineering am Fraunhofer IML, ordnen die Situation und die jüngsten Entwicklungen ein. Darauf aufbauend nennen sie Strategien, wie Unternehmen ihre Wertschöpfungsketten resilienter machen können. Möglichkeiten bieten demnach vor allem die Bereiche Kostenrechnung, Beschaffung, IT und digitale Infrastruktur sowie die Zusammenarbeit über die Unternehmensgrenzen hinaus.

Die Session der BVL während der transport logistic beleuchtet diese und weitere Aspekte. Die Moderation übernimmt Dr. Tilo Bobel, Global Head of Continuous Improvement, Lean and Automation bei A.P. Moeller Maersk. Als Referenten dabei sind:

  • Dr. Udo Lange, President und CEO von FedEx Logistics
  • Andreas Schulz, Head of Global Spare Parts Logistics bei Trumpf Werkzeugmaschinen
  • Thomas Heck, Partner und Leiter China Business Group in Deutschland & Europa bei PwC
  • Wolfram Senger-Weiss, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Gebrüder Weiss.