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SCM: Initiativen zur Digitalisierung

„The digital supply chain’s missing link: focus“ zeigt die Lücke zwischen Erwartungen und Realität der Digitalisierung.

Die Digitalisierung der Lieferkette ist noch lange nicht so weit wie macher es sich wünscht - so die Ergebnisse einer Studie des Capgemini Research Instituts. (Symbolbild: Chombosan/ Fotolia)
Die Digitalisierung der Lieferkette ist noch lange nicht so weit wie macher es sich wünscht - so die Ergebnisse einer Studie des Capgemini Research Instituts. (Symbolbild: Chombosan/ Fotolia)
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Melanie Endres

Zwar zählt genau die Hälfte der befragten Unternehmen die Digitalisierung der Lieferkette zu den Top drei Prioritäten, die meisten davon, nämlich 86 Prozent, kommen mit ihren Projekten jedoch nicht über die Testphase hinaus. Das ist das Ergebnis der Studie „The digital supply chain’s missing link: focus“ des Capgemini Research Institutes.

Kosteneinsparungen ist Ziel Nummer eins

77 Prozent der Unternehmen gaben der Studie zufolge an, dass ihre Investitionen in die Lieferkette von dem Wunsch nach Kosteneinsparungen getrieben werden. Die Studie ergab, dass die Aussicht auf Rendite für die Automatisierung in der Lieferkette und im Einkauf durchschnittlich 18 Prozent betrug, verglichen mit 15 Prozent für Initiativen in der Personalabteilung, 14 Prozent in der Informationstechnologie, 13 Prozent im Kundenservice und 12 Prozent im Finanz- und Rechnungswesen sowie in Forschung und Entwicklung. Dem Bericht zufolge dauert die Amortisation für die Automatisierung der Lieferkette im Schnitt nur zwölf Monate.

Schwierige Skalierung

Die befragten Unternehmen haben durchschnittlich 29 digitale Lieferkettenprojekte in der Ideen-, Proof-of-Concept- oder Pilotphase. Nur 14 Prozent davon haben es laut Studie geschafft, eine ihrer Initiativen auf den Einsatz an mehreren Standorten oder in vollem Umfang zu skalieren. Die Unternehmen, die erfolgreich Initiativen skaliert haben, hatten der Studie zufolge durchschnittlich sechs Projekte in Machbarkeitsstudien, während diejenigen, die nicht skaliert haben, durchschnittlich elf Projekte verfolgten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Unternehmen sich zu viel vornehmen und nicht ausreichend auf strategische Prioritäten konzentrieren.

„Während die meisten großen Unternehmen die Potenziale der digitalen Lieferkette deutlich erkennen, scheinen nur wenige die notwendigen Mechanismen und Verfahren implementiert zu haben, um aus dem Versuchsstadium in die operative Skalierung zu kommen. Unternehmen führen in der Regel viele Projekte durch, ohne die notwendige IT- und physische Infrastruktur aufgebaut zu haben und ohne den nötigen fokussierten, wertorientierten Ansatz. Dabei macht dieser den Erfolg der Marktführer erst möglich. Die Digitalisierung der Supply Chains ist dagegen nur möglich, wenn die derzeitigen Investitionen rationalisiert und Fortschritte bei denjenigen erzielt werden, die nachweislich den größten Wertbeitrag erzielen. Dabei müssen grundlegende Voraussetzungen geschaffen werden, um eine Skalierung erfolgreicher PoC sicherzustellen. Darüber hinaus müssen Lieferanten und anderen externen Partner in den Prozess des Wandels einbezogen werden“, so Ralph Schneider-Maul, Leiter Supply Chain Management bei Capgemini Invent.

Unterstützung des Managements

Laut Studie sollten sich Unternehmen bei der Digitalisierung also nur auf drei Kernbereiche konzentrieren. Zuerst sollte der Studie zufolge sichergestellt werden, dass die Digitalisierung ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensziele ist. Daher sollte die Digitalisierung auch von der Führungsebene gesteuert werden, so das Capgemini Research Institute. Als zweiten Punkt stellt die Studie das Aufbauen heraus. Alle vor- und nachgelagerten Partner wie Lieferanten und Distributoren sollten demnach eingebunden werden. Und als letzten Punkt rät die Studie zum Aktivieren. Unternehmen sollten der Studie zufolge nicht vor Investitionen zurückschrecken um die Schlüsselbereiche am Laufen zu halten. 

„Die Unterstützung des Managements ist enorm wichtig zur Identifizierung und Investition in die richtigen Projekte, die wirklich zu Verbesserungen führen können. Statt einer Kostenstelle kann die Lieferkette eine Quelle der Innovation und Effizienz für das gesamte Unternehmen sein. Dafür ist es wichtig, sich weiterhin stark auf Projekte mit Priorität zu konzentrieren, um den Ball ins Rollen zu bringen. Es sollte eine größere Wertschätzung dafür geben, dass weniger manchmal mehr ist", kommentierte Rob Burnett, CIO Global Supply Chain & Engineering bei GE Transportation.

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