SCM-Beratung: PwC und fTRACE kooperieren zu Lieferkettengesetz

Kern der Zusammenarbeit soll der Aufbau eines Systems zur Evaluierung der gesamten Lieferkettenstruktur sein, um potenzielle Risiken schnell identifizieren zu können.

Das jüngst verabschiedete Lieferkettengesetz generiert einiges an Beratungsbedarf. (Foto: Yurolaitsalbert / AdobeStock)
Das jüngst verabschiedete Lieferkettengesetz generiert einiges an Beratungsbedarf. (Foto: Yurolaitsalbert / AdobeStock)
Therese Meitinger

Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland und fTRACE, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von GS1 Germany, haben eine Partnerschaft vereinbart, um Unternehmen bei der Umsetzung der aus dem Lieferkettengesetz entstehenden regulatorischen Vorgaben zu unterstützen. Das besagt eine Pressemitteilung vom 21. Juni. GS1 Germany ist eine Kollaborationsplattform, die weltweit Standards für unternehmensübergreifende Prozesse entwickelt.

Anfang März hat das Bundeskabinett den Entwurf für ein Gesetz über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten zur Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen in Lieferketten beschlossen. Am 11. Juni wurde nun im Bundestag über das Gesetz abgestimmt und damit das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verabschiedet. Auf EU-Ebene ist eine vergleichbare Regulierung in Vorbereitung, die Anforderungen an ein verantwortliches Management von Lieferketten für Unternehmen vorschreibt.

„Viele deutsche Firmen arbeiten seit Jahren an einer transparenten Supply Chain. Dennoch sorgt das neue Gesetz für Unsicherheit, weil die Unternehmen das Thema nun deutlich schneller als gedacht und unter regulatorischer Beobachtung lösen müssen“, kommentiert Dr. Jan Joachim Herrmann, Partner bei PwC Deutschland und Experte für Sustainable Supply Chain Management.

System zur Evaluierung der Lieferkettenstruktur

Im Rahmen ihrer Kooperation haben sich PwC und fTRACE auf die Fahnen geschrieben, Unternehmen bei der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen zu unterstützen. Kern der Zusammenarbeit sei der Aufbau eines Systems zur Evaluierung der gesamten Lieferkettenstruktur, um potenzielle Risiken schnell identifizieren zu können, heißt es in der Mitteilung. Dabei kämen Tools zur kontinuierlichen Kontrolle und Verfolgung von Waren zum Einsatz. Die Kooperationspartner wollen für diese Aufgabe unter anderem auf die Cloud-basierte Plattform „fTRACE“ von GS1 Germany zurückgreifen, mit der Unternehmen Transparenz über ihre Liefernetzwerke erhalten können.

PwC und fTRACE wollen Unternehmen zudem dabei begleiten, Maßnahmen zur Risikovermeidung festzulegen, umzusetzen und zu implementieren. Teil des Beratungsportolios ist auch ein Reporting, um für ein hohes Maß an Lieferketten-Transparenz gegenüber allen Stakeholdern zu sorgen. Als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sei PwC zudem in der Lage, die Erfüllung der Regulatorik auch formal zu bestätigen, heißt es.

Mark Zeller, Lead bei fTRACE, erklärt:

„Die Herausforderungen, die sich aus dem anstehenden Lieferkettengesetz ergeben, können nur kollaborativ bewältigt werden. Daher freuen wir uns sehr, mit PwC einen weiteren starken Partner für unseren Community-Ansatz gewonnen zu haben. Wir kombinieren die strategische und regulatorische Expertise von PwC mit unserer Erfahrung als Experte für Rückverfolgbarkeit und Lieferkettentransparenz.“

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