Schnittstelle: Roboter und Förderband kommunizieren direkt

Die sensorgestützte Schnittstelle GuardCom soll durch verzögerungsfreie Kommunikation in der Intralogistik Ablaufverzögerungen und Fehler vermeiden helfen.

 GuardCom soll WLAN-basierte Überbrückungslösungen von Drittanbietern ersetzen. (Foto: ROEQ)
GuardCom soll WLAN-basierte Überbrückungslösungen von Drittanbietern ersetzen. (Foto: ROEQ)
Therese Meitinger

ROEQ, dänischer Anbieter für mobile Roboterausrüstung, stellt mit „GuardCom“ eine sensorgestützte Schnittstelle für die Intralogistik-Automatisierung vor: GuardCom ermöglicht einer Pressemitteilung vom 29. September zufolge eine verzögerungsfreie Kommunikation zwischen mobilen Robotern und stationär installierten Förderbändern. Damit sollen Anwender unabhängig von WLAN-basierten Zwischenlösungen werden.

„Mit GuardCom bieten wir Roboternutzern eine sichere, zuverlässige und günstige Lösung, um Wartezeiten, Fehler und Unfälle an Materialumschlagplätzen zu vermeiden“, erklärt Michael Ejstrup Hansen, Geschäftsführer von ROEQ. „GuardCom ist der letzte Schritt auf dem Weg zu einem nahtlosen und störungsfreien Materialfluss. Es lässt sich schnell integrieren und ist dabei wesentlich unkomplizierter als WLAN-basierte Lösungen.“

Mit allen stationären Förderbändern kompatibel

GuardCom besteht ROEQ zufolge aus zwei Komponenten: GuardCom, ein direkt am fest installierten Förderband befestigtes Modul, und GuardCom Connect, ein Sensor am mobilen Roboter. Beliebig viele dieser Komponenten können miteinander interagieren. Sobald ein mobiler Roboter am Förderband ankomme, signalisiere GuardCom diesem, dass der Roboter bereit sei, Waren anzunehmen oder abzuladen, heißt es. Gleichzeitig sendet das System dasselbe Signal nach Firmenangaben an den Roboter, damit dieser weiß, dass das Förderband bereit ist. Nach dem Materialumschlag erhalten beide Einheiten das Signal, dass der Roboter sicher losfahren kann.

Das System ist laut Anbieter mit allen stationären Förderbändern kompatibel und ersetzt dadurch WLAN-basierte Überbrückungslösungen von Drittanbietern.

Um zu verhindern, dass Pakete fehlplatziert werden oder herunterfallen, umfasst GuardCom ROEQ zufolge auch eine physische Schutzvorrichtung. Sie ist am stationären Förderband befestigt und bewegt sich bei Bedarf nach oben, um zu verhindern, dass Pakete herunterfallen, wenn der mobile Roboter noch nicht bereit ist sie anzunehmen, gibt der Hersteller an. Ein Alarm benachrichtige den zuständigen Mitarbeiter, damit dieser zur Station komme, um das Problem zu beheben, oder das Förderband fahre automatisch rückwärts, heißt es.

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