Schnellladenetz für E-Lkw: Bundesminister geben Startschuss

(dpa) Um die Klimaschutzziele im Verkehrssektor zu erreichen, setzt der Bund auch auf den Aufbau einer Schnellladeinfrastruktur für E-Lastwagen. Was genau ist geplant?

03.07.2024, Berlin: Volker Wissing (l, FDP), Bundesminister für Verkehr und Digitales, und Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, halten bei einer Pressekonferenz zum offiziellen Startschuss für das LKW-Schnellladenetz an den Bundesautobahnen eine Karte mit den geplanten Ladepunkten. (Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa)
03.07.2024, Berlin: Volker Wissing (l, FDP), Bundesminister für Verkehr und Digitales, und Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, halten bei einer Pressekonferenz zum offiziellen Startschuss für das LKW-Schnellladenetz an den Bundesautobahnen eine Karte mit den geplanten Ladepunkten. (Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa)
Therese Meitinger

Für den geplanten Aufbau einer Schnellladeinfrastruktur für E-Lastwagen an Autobahnen ist der offizielle Startschuss gefallen, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) hält die geplante Errichtung von gut 350 Ladepunkten für eine enorme Aufgabe.

„Die Gesamtmenge der Netzleistung, die dann eben zur Verfügung gestellt wird, beträgt mit diesen 350 Punkten 2,8 Gigawatt - in alter Rechnung drei Atomkraftwerke - verteilt über die Bundesrepublik Deutschland“, sagte der Grünen-Politiker in Berlin.

Unter dem Motto „Power to the Road“ präsentierte er das Vorhaben dort mit Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) sowie den hauptverantwortlichen Netzbetreibern und dem Energiewirtschaftsverband (BDEW).

CO2-Emissionen bei Nutzfahrzeugen reduzieren

Wissing betonte, dass ein Drittel der gesamten Kohlendioxid-Emissionen im Straßenverkehr durch Nutzfahrzeuge verursacht werde. „Diese CO2-Emissionen können wir nur reduzieren, wenn wir auf klimaneutrale Mobilität bei Nutzfahrzeugen umstellen.“ Eine am Markt verfügbare Option dafür sei die Elektromobilität. Gemeinsam wolle man nun dafür sorgen, dass es so schnell wie möglich auch eine breit verfügbare Schnellladeinfrastruktur gebe. Einen konkreten Fertigstellungstermin nannte Wissing nicht.

Die Ladeinfrastruktur soll an bewirtschafteten und unbewirtschafteten Rastanlagen errichtet werden, die sich über das gesamte Land verteilen. „Dabei müssen zwei Elemente ineinandergreifen: Der Ausbau des Verteilnetzes, ausgelöst durch Anträge auf Netzanschluss beim Netzbetreiber, und der Aufbau der Ladesäulen, initiiert durch Förderausschreibungen“, teilten die beiden Ministerien mit. Die Veröffentlichung der Ausschreibung an den rund 130 unbewirtschafteten Rastanlagen sei für den Spätsommer dieses Jahres geplant. Die Autobahn GmbH des Bundes, die sich um die Beauftragung der Netzanschlüsse kümmere, habe für die ersten Standorte bereits die Netzanschlussbestellungen ausgelöst.