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Schifffahrt: Maritime Logistik auf der transport logistic 2019

Auf der Fachmesse transport logistic 2019 spielt auch die maritime Logistik eine große Rolle.

Konferenzprogramm: Die MariLOG findet im Rahmen der transport logistic 2019 am 4. Juni statt und beschäftigt sich mit aktuellen Trends auf hoher See. (Symbolbild: Fotolia/ Ralf Gosch)
Konferenzprogramm: Die MariLOG findet im Rahmen der transport logistic 2019 am 4. Juni statt und beschäftigt sich mit aktuellen Trends auf hoher See. (Symbolbild: Fotolia/ Ralf Gosch)
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Melanie Endres

Zum Thema „Maritime Logistik“ findet im Rahmen der transport logistic (4. bis 7. Juni 2019, München) die MariLOG-Konferenz, am Dienstag, den 4. Juni, von 13:30 bis 15:00 Uhr in Forum I in Halle B2 (Ost), statt. Zu den Top-Themen der maritimen Logistik auf der transport logistic 2019 zählen der Messe München zufolge: das neue Schwefellimit ab 2020, die Digitalisierung, die Neue Seidenstraße, die Eisschmelze in der Arktis und die wirtschaftlichen sowie physikalischen Grenzen beim Schiffsbau.

Mehrkosten pro Containereinheit

Ab dem 1. Januar 2020 gilt in der Schifffahrt ein globales Schwefellimit von 0,5 Prozent. Die Umweltschutz-Maßnahme führe jedoch zu Mehrkosten. Daher fordert Christian Denso, Kommunikationschef vom Verband Deutscher Reeder:

„Die Kunden müssen einen Anteil an den Mehrkosten mittragen.“

Wie hoch dieser Anteil sein wird, hänge jedoch von den tatsächlichen Brennstoffkosten ab, die derzeit jedoch kaum vorhersehbar sind, so die Messe München. Ob und inwieweit sich diese Mehrkosten an den Kunden durchreichen lassen, wird eines der Top-Themen während der MariLOG-Konferenz sein.

Neue Impulse

Durch die Neue Seidenstraße, ein weiteres Thema in der maritimen Logistik, ändert sich der Messe München zufolge aber auch einiges an Land. Verschiedene Hafen-Hubs suchen beispielsweise Anschluss.

„Hier zeichnet sich eine spannende Entwicklung ab, die der Globalisierung der Wirtschaft einen neuen Impuls geben kann“, erklärt Robert Howe, Geschäftsführer der Bremenports GmbH & Co. KG. Beim Blick auf die Konkurrenz auf der Straße bleibt er aber entspannt: „Es wird damit gerechnet, dass 2020 rund 100.000 Container per Lkw über die neue Transportroute befördert werden könnten. Das entspricht der Ladung von fünf Containerschiffen der aktuellen Generation“, stellt Howe fest. Zum Vergleich: Allein in Bremerhaven werden nach Angaben der Mitteilung derzeit jährlich rund 5,5 Millionen Container umgeschlagen.

Neue Chancen tun sich für die Schifffahrt zudem im hohen Norden auf: „Wenn die Arktis künftig überwiegend eisfrei sein wird, ermöglicht das deutlich verkürzte Transportwege für die Schifffahrt“, so Howe.

Bei der Schiffsgröße ist der Zenit überschritten

Ein Ende des Wachstums ist hingegen bei der Schiffsgröße in Sicht. Der Stahlbau stoße bei einem Containerschiff von 400 mal 60 Metern an seine physikalischen Grenzen. Auch haben sich zuletzt die Unfälle mit den Megafrachtern gehäuft, heißt es in der Mitteilung. Im Januar 2019 war der Unfall der „MSC Zoe“ mit einem Verlust von bis zu 270 Containern in der Nordsee in den Medien. Der Ozean-Riese mit über 394 Metern Länge und einer Ladekapazität von 19.000 TEU war der Pressemitteilung zufolge eines der größten Containerschiffe der Welt.

Mehr Intelligenz an Bord

Bei der Digitalisierung sei ein Ende jedoch noch lange nicht erreicht. „Mit Weather Routing, automatischem Trimming oder elektronischer Stauplanung erhält immer mehr intelligente Technik Einzug an Bord und an Land“, so Christian Denso vom Verband Deutscher Reeder. Big Data sei hier ein wichtiges Schlagwort. „Heute können dutzende Sensoren in der Maschine permanent Leistung, Temperatur, Druck, Brennstoffdurchfluss und vieles mehr messen.“

Würden diese Daten von vielen Schiffen zusammengeführt und intelligent ausgewertet, können daraus nützliche Erkenntnisse entstehen. Es werden zum Beispiel Muster deutlich, etwa wenn ein bestimmtes Teil in der Maschine kaputtzugehen droht, so die Messe München. Dadurch kann frühzeitig eingegriffen und Schäden wie Kosten vermieden werden. Oder aber die Reederei bekommt automatisiert einen Hinweis, dass ein Ersatzteil in den nächsten Hafen geordert werden muss.

Mehr attraktive Jobs an Land

Auch autonom fahrende Schiffe sind ein Thema des globalen Seetransports. Schon heute müssen aufgrund des technologischen Fortschritts auf einem Handelsschiff nur noch halb so viele Seeleute arbeiten wie vor 30 Jahren – bei einer drastischen Verbesserung der Sicherheit und der Transportleistung, so die Messe München in der Mitteilung:

„Selbstfahrende Flotten werden mehr attraktive und verantwortungsvolle Jobs an Land für die Überwachung und Fernwartung der Schiffe schaffen“, sagte Denso bezüglich des Themas.

 

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