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Schienengüterverkehr: Volvo liefert per Güterzug

Erstmals ist in Gent ein Güterzug aus China, voll beladen mit Volvo-Fahrzeugen, eingefahren.

Zwischen Belgien und Polen fahren die Autos in geschlossenen, doppelstöckigen Autotransport-Waggons der ARS Altmann AG. (Foto: ARS Altmann AG)
Zwischen Belgien und Polen fahren die Autos in geschlossenen, doppelstöckigen Autotransport-Waggons der ARS Altmann AG. (Foto: ARS Altmann AG)
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Melanie Endres
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

Vertreter von Volvo, des Automobillogistikers ARS Altmann AG und weiterer beteiligter Dienstleister haben die Ankunft eines Güterzugs aus China gefeiert. Beladen war dieser mit Volvo-Fahrzeugen und kam am Bahnterminal Kluizendock in Gent an, das gab ARS Altmann kürzlich bekannt. Künftig sollen gemäß einer Mitteilung des Automobillogistikers jede Woche in mehreren Rundläufen Fahrzeuge des schwedischen Traditionsunternehmens zwischen China und Europa transportiert werden.

Das Gesamtvolumen beziffert Altmann auf rund 40.000 Fahrzeuge pro Jahr. Transportiert werden sie im Rahmen eines ganzheitlichen Hybridkonzepts, das die ARS Altmann AG zusammen mit dem Partner Intermodal Container Logistics Wien (ICL) entwickelt hat. Das Konzept für die neue Seidenstraßen-Relation sehe die Kombination aus geschlossenen, doppelstöckigen Autotransport-Waggons auf dem Streckenabschnitt zwischen Belgien und Polen sowie 40-Fuß-Containern auf dem Streckenabschnitt zwischen Polen und China vor.

Eine weitere Lösung

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Logistiker den nach eigenen Angaben ersten durchgängigen Automotive-RoRo-Zug von Bremerhaven nach Chongqing auf die Schiene gesetzt. Dieser wurde über das unternehmenseigene Terminal in Chernyakhovsk nahe der russischen Stadt Kaliningrad gefahren, das sowohl auf europäische als auch russische Eisenbahnwaggons ausgelegt ist. Mit dem neuen Hybridkonzept bietet die ARS Altmann AG ihren Kunden nun eine weitere Lösung auf der weiter an Bedeutung gewinnenden Seidenstraße an.

„Von den Vorteilen des Bahntransports mit verlässlicheren und kurzen Durchlaufzeiten und einer weit größeren Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit gegenüber der Seefracht profitieren die Kunden bei beiden Lösungen“, warb Frank Lehner, Vorstand Internationalisierung der ARS Altmann AG.

Die Strecke zwischen China und Europa führt über Kasachstan, Russland, Weißrussland und Polen. Die Fahrzeit beträgt je nach Destination etwa 18 Tage.

Großes Potenzial

Frank Lehner sieht in Fahrzeugtransporten auf der Seidenstraße großes Potenzial: „Der chinesische Automobilmarkt hat in den vergangenen Jahren für europäische OEMs enorm an Bedeutung gewonnen. Gleichzeit steigen die Exportvolumina der in China produzierten Fahrzeuge internationaler Hersteller sowie die Ausfuhren von Elektrofahrzeugen aufstrebender chinesischer Hersteller.“ Für diese global agierenden Kunden böten die Produkte eine Lösung, mit der es möglich sein soll, noch kurzfristiger auf Händlerwünsche reagieren zu können. „Zudem ermöglichen sie eine direkte Belieferung von Zentralchina, das wirtschaftlich zu den Metropolen an der Küste aufschließt“, so Lehner.

Mittelfristiges Ziel sei es, geschlossene Automobiltransport-Waggons als festen Bestandteil der Transporte auf der Seidenstraße zu etablieren.

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