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Schienengüterverkehr: Mehr Umschlag aufs Gleis

Hinterlandverkehr im Hamburger Hafen entwickelt sich positiv.
Der Containertransport auf der Schiene ist im Hamburger Hafen in den ersten neun Monaten um 4,3 Prozent gewachsen. (Foto: Sebastian Engels/HHM)
Der Containertransport auf der Schiene ist im Hamburger Hafen in den ersten neun Monaten um 4,3 Prozent gewachsen. (Foto: Sebastian Engels/HHM)
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Redaktion (allg.)

Der Containertransport auf der Schiene steigerte sich im Hamburger Hafen in den ersten neun Monaten 2018 um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleich. Insgesamt 1,8 Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer) wurden per Eisenbahn zwischen dem Hafen und den KV-Terminals im Binnenland befördert – mehr noch als im bisherigen Rekordjahr 2016. Diese Zahlen gab die Betreibergesellschaft Hafen Hamburg Marketing bekannt. Weil sich der Seehafen-Hinterlandverkehr zugleich besser entwickelte, stieg damit der Anteil der Schiene am Modal-Split von 42,5 Prozent auf 44,9 Prozent.

China sorgt für Boom

Auch die außerhalb des Seeverkehrs bestehenden direkten Verbindungen per Eisenbahn zwischen China und Hamburg legten zu. Inzwischen werden wöchentlich 235 Containerzug-Verbindungen zwischen Hamburg und 27 Zielorten in China angeboten. „Die Neue Seidenstraße hat mit Hamburg das Chinazentrum Deutschlands als Start- und Endpunkt. Die Logistikregion Hamburg bietet neben dem weltweit durch mehr als 110 Liniendienste angebundenen Seehafen auch für die Verteilerverkehre per Bahn, Lkw und Binnenschiff sowie die Abfertigung von Luftfracht beste Voraussetzungen“, sagt Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing.

Umschlag im Hinterlandverkehr steigt

Im landseitigen Seehafen-Hinterlandverkehr gingen 4,1 Millionen TEU über die Kaikanten des Hamburger Hafens, rund 54,0 Prozent davon waren leere Boxen. Im Gesamtumschlag stieg der Anteil des Hinterlandverkehrs im Bereich Container auf 62,1 Prozent. Den Rückgang zum Vorjahr gibt der Hafenbetreiber mit 1,3 Prozent an. Insgesamt sank der Umschlag im Hamburger Hafen um 3,4 Prozent auf 100,8 Millionen Tonnen. Laut Betreibergesellschaft allerdings schwächte sich dieser Rückgang im dritten Quartal ab. Zum Gesamtergebnis trug der Stückgutumschlag, der um 2,3 Prozent zurückging, mit 68,6 Millionen Tonnen bei. Der Massengutumschlag kam auf 32,2 Millionen Tonnen, ein Minus von 5,6 Prozent.

Stückgut entwickelt sich positiv

Positiv entwickelte sich der konventionelle Stückgutumschlag. Mit 1,2 Millionen Tonnen kam er auf einen Zuwachs um 6,6 Prozent. Damit setze sich der bereits im vierten Quartal 2017 begonnene Aufwärtstrend weiter fort, heißt es in der Mitteilung der Hafen Hamburg Marketing. Der Containerumschlag blieb in den ersten neun Monaten 2018 mit 6,6 Millionen TEU um 2,4 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Diesen Rückgang führt der Hafen vornehmlich auf die Leercontainer zurück, die bei einem Minus von 10,1 Prozent auf eine Gesamtmenge von 830.000 TEU kamen. Bei den mit Stückgut beladenen Boxen blieb die Umschlagmenge mit 5,8 Millionen TEU um 1,2 Prozent unter Vorjahresniveau. „Der Blick auf die Umschlagentwicklung in den ersten neun Monaten zeigt ein weiterhin stabiles Wachstum beim Seehafenhinterlandverkehr auf der Schiene. Mit rund 625.000 TEU war das dritte Quartal das mit Abstand beste Quartal in der Geschichte der Hamburger Hafenbahn“, kommentierte Hafen Hamburg Marketing-Vorstand Ingo Egloff das Ergebnis. (ha/sln)

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