Schienengüterverkehr: Lamborghini setzt auf die ÖBB

Der Autobauer transportiert seine Karosserien seit Kurzem über die Schiene.

Der Autobauer Lamborghini transportiert seine Karosserien von Italien nach Deutschland jetzt mit der österreichischen Bahn. (Foto: Andreas Pregernigg/ÖBB)
Der Autobauer Lamborghini transportiert seine Karosserien von Italien nach Deutschland jetzt mit der österreichischen Bahn. (Foto: Andreas Pregernigg/ÖBB)
Sandra Lehmann

Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) und Lamborghini bringen ein neues Transportkonzept auf Schiene. Das geht aus einer Pressemeldung des österreichischen Schienenverkehrsunternehmens vom 11. Juni hervor. Im Rahmen der Zusammenarbeit werden „URUS“-Karosserien von Lamborghini vom VW-Werk in Zwickau, Deutschland, zum Lamborghini-Stammwerk in Sant'Agata Bolognese, Italien, transportiert. Mit einer Transitzeit von 48 Stunden handele es sich dabei um einen schnellen und umweltfreundlichen Transport von Zwickau nach Modena. Sogar mit zwei Grenzüberschreitungen sei die RCG in der Lage, die Transitzeit zu reduzieren und ermögliche eine Tür-zu-Tür, Just-In-Time und Just-In-Sequence Bahnlogistik.

Durch das Vorgehen werde der Straßentransport auf der Route fast komplett ersetzt, wie RCG berichtet. Der wöchentliche Transport führe bei Lamborghini zu einer Reduzierung der CO2 -Emissionen um 85 Prozent, von 2.234 auf 331 Tonnen Kohlendoxid im Jahr. Unter dem Nachhaltigkeitsaspekt werde der einzige Transport auf der Straße mit Gas-Lkw stattfinden, und zwar auf dem Weg von Modena zum Standort Sant’Agata Bolognese, der etwa 21 Kilometer der insgesamt 1.000 Kilometer langen Strecke ausmacht, so die ÖBB in der Meldung.

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