Schienengüterverkehr: EU-Kommission genehmigt Milliardenhilfen für die Schiene

(dpa) Deutschland darf bestimmte Maßnahmen im Schienengüterverkehr mit 1,7 Milliarden Euro unterstützen.

Deutschland will den Schienengüterverkehr in den kommenden Jahren mit 1,7 Milliarden Euro fördern - insbesondere der Einzelwagenverkehr steht dabei im Fokus. (Foto: Armin Weigel/dpa)
Deutschland will den Schienengüterverkehr in den kommenden Jahren mit 1,7 Milliarden Euro fördern - insbesondere der Einzelwagenverkehr steht dabei im Fokus. (Foto: Armin Weigel/dpa)
Sandra Lehmann

Deutschland darf bestimmte Arten von Güterverkehr auf der Schiene mit 1,7 Milliarden Euro unterstützen. Die EU-Kommission genehmigte am 21. Mai in Brüssel die Zahlung. Die Maßnahme werde dazu beitragen, dass der Schienengüterverkehr wettbewerbsfähig bleibe.

Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2030 rund ein Viertel des gesamten Güterverkehrs in Deutschland über die Schiene abzuwickeln. Mit der bis 2029 angesetzten Förderung unter anderem für den sogenannten Einzelwagenverkehr will Deutschland die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene weiter unterstützen. Über fünf Jahre will die Bundesrepublik den Angaben zufolge ein Budget von 1,7 Milliarden als direkte Zuschüsse bereitstellen, wobei das maximale Jahresbudget bei 320 Millionen Euro liegt.

Der Einzelwagenverkehr auf der Schiene wird in Deutschland von der Deutschen Bahn dominiert. Dabei werden die einzelnen Güter-Container etwa bei Industriekunden abgeholt, auf Rangierbahnhöfen zu langen Zügen zusammengestellt und diese am Ziel wieder auseinander gebaut und weiter transportiert. Der Bund will diese Transportart allein in diesem Jahr nach eigenen Angaben mit rund 290 Millionen Euro fördern.