Schienengüterverkehr: Digitalisierte Bahnlogistik für Österreichische Bundesforsten

Die ÖBB Rail Cargo Group bildet die Prozesse für den Transport von Holz auf der Schiene über den elektronischen Frachtbrief sowie ETA-Prognosen ab.

Die Österreichischen Bundesforsten setzen bei der Digitalisierung ihrer Schienentransporte auf die ÖBB Rail Cargo Group. (Foto: RCG)
Die Österreichischen Bundesforsten setzen bei der Digitalisierung ihrer Schienentransporte auf die ÖBB Rail Cargo Group. (Foto: RCG)
Sandra Lehmann

Gemeinsam mit den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf) hat die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) nach eigenen Angaben den gesamten Bahnlogistikprozess beim Holztransport digitalisiert – vom elektronischen Frachtbrief über die Leerwagenbestellung bis hin zu zukünftigen Transport-Statusmeldungen und ETA-Prognosen.

„Ich möchte mich an dieser Stelle sehr herzlich bei den Österreichischen Bundesforsten für die jahrelange, partnerschaftliche und wertschätzende Zusammenarbeit bedanken. Wir sind stolz, dass wir gemeinsam den Bahnlogistikprozess zukunftsweisend gestaltet und digitalisiert haben. Damit sind wir Vorreiter und bringen die Holzlogistik in das 21. Jahrhundert“, betont Clemens Först, Vorstandsvorsitzender der ÖBB Rail Cargo Group.

Laut der RCG werden durch den Schienengüterverkehr der ÖBB Rail Cargo Group allein in Österreich pro Jahr rund 1,1 Millionen Tonnen CO2 und circa vier Millionen Lkw-Fahrten vermieden.

„Die Österreichischen Bundesforste nehmen durch die Digitalisierungsoffensive europaweit eine Vorreiterrolle ein, denn von der Einsatzplanung über die Holzernte bis hin zur Logistik und Abrechnung ist mittlerweile die gesamte Prozesskette volldigitalisiert. Mit der ÖBB Rail Cargo Group haben wir einen leistungsstarken Logistikpartner an Bord, der den umweltfreundlichen Transport sicherstellt“, so ÖBf-Vorstand Rudolf Freidhager.

Durch den vernetzten Datentransfer und die Beseitigung der Medienbrüche in der Bahnlogistik würden die Prozesse nachhaltig optimiert und vereinfacht. Interne und externe Abläufe konnten der RCG zufolge beschleunigt und zugleich effektiver und transparenter gestaltet werden.

„Wir wissen nicht nur auf Knopfdruck, wo sich der Holztransport gerade befindet, sondern können auch lückenlos nachvollziehen, woher jeder einzelne Baum, der in unseren Wäldern geerntet wird, kommt und wohin er geliefert wird“, berichtet Freidhager.

In den vergangenen Jahren wurden von den Österreichischen Bundesforsten durchschnittlich rund 300.000 Erntefestmeter Holz auf der Schiene transportiert, das entspreche etwa einem Viertel der gesamten ÖBf-Holztransporte. Langfristiges Ziel sei es, den Holztransport dort, wo es sinnvoll und möglich ist, von der Straße auf die Schiene zu verlegen. Die Verladung des Holzes erfolgte vor allem im Raum des Wienerwaldes, in der Steiermark sowie im Inneren Salzkammergut. Nach Eigenangaben konnten die Österreichischen Bundesforste 2021 durch den umweltfreundlichen Transport per Schiene mit ÖBB Rail Cargo Group 2.817 Tonnen CO2 (CO2-Äquivalente) im Vergleich zum Lkw einsparen. Das entspreche ungefähr 9.800 vermiedenen Lkw-Fahrten in einem Jahr.