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Schienengüterverkehr: Die Deutsche Bahn stellt Strategie „Starke Schiene“ vor

DB Cargo soll 70 Prozent mehr Güter aufs Gleis bringen.

Die Deutsche Bahn hat ihre Strategie "Starke Schiene" vorgelegt. Die Logistik-Tochter DB Schenker spielt dabei auch eine Rolle. (Foto: Deutsche Bahn AG)
Die Deutsche Bahn hat ihre Strategie "Starke Schiene" vorgelegt. Die Logistik-Tochter DB Schenker spielt dabei auch eine Rolle. (Foto: Deutsche Bahn AG)
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Sandra Lehmann

Die Deutsche Bahn AG hat dem Aufsichtsrat des Unternehmens seine Zukunftsstrategie „Starke Schiene“ präsentiert. Damit möchte sich der Konzern nach eigenen Angaben in den kommenden Jahren auf den konsequenten Ausbau seines Kerngeschäfts konzentrieren, den Klimaschutz voranbringen, mehr Fracht auf die Schiene verlagern und die Fahrgastzahlen verdoppeln.

300 neue Loks geplant

Teil des Konzepts, das am 19. Juni im Rahmen einer ganztägigen Sondersitzung in Potsdam vorgestellt wurde, ist der Ausbau des Schienengüterverkehrs, die Ertüchtigung des Schienennetzes sowie die Digitalisierung des Eisenbahnbetriebs. Wie die Vertreter des Unternehmens erläuterten, soll etwa die Deutsche-Bahn-Tochter DB Cargo die Verkehrsleistung im deutschen Schienengüterverkehr künftig um 70 Prozent erhöhen. Schaffen möchte die Güterverkehrssparte der DB das auch, indem sie in den kommenden Jahren 300 neue Loks anschafft. Bis dahin, so die Deutsche Bahn, stehe allerdings eine „anstrengende Zeit der Sanierung bevor“.

DB Cargo soll Marktanteil erhöhen

Darüber hinaus soll DB Cargo dem Mutterkonzern zufolge den Marktanteil am Schienengüterverkehr von derzeit 18 Prozent auf 25 Prozent erhöhen und damit auch einen klimapolitischen Beitrag leisten. Gemeinsam mit der Politik möchte die Deutsche Bahn zusätzlich einen nachhaltigen Einzelwagenverkehr etablieren. Funktionieren soll das laut einer Unternehmensmitteilung durch Modernisierung und erleichterten Systemzugang.

Um das gewünschte Wachstum im Güterverkehr zu ermöglichen, strebt die Deutsche Bahn nach eigenen Aussagen an, 350 Millionen neue Trassenkilometer zu schaffen und damit mehr als 30 Prozent mehr Kapazität auf der Schiene zu gewährleisten. Dies soll, so die DB, neben Ausbau, technologischen Innovationen sowie der besseren Ausnutzung vorhandener Ressourcen auch durch Digitalisierung gelingen. Mit dem „Starterpaket Digitale Schiene Deutschland“ soll dem Konzern zufolge der Einstieg in die digitale Zukunft des Eisenbahnbetriebs möglich sein. Dies stellt aus Sicht der DB einen technologischen Quantensprung dar, um Kapazität, Qualität, Zuverlässigkeit und Effizienz zu verbessern.

Kein Verkauf von DB Schenker

Entgegen anderslautender Gerüchte betonte die Führung der Deutschen Bahn im Rahmen des Termins auch die Wichtigkeit ihrer Logistik-Tochter DB Schenker für die Umsetzung der vorgelegten Strategie: „Unsere Großbeteiligungen messen wir am Beitrag zur starken Schiene. DB Schenker stärkt unseren europäischen Schienengüterverkehr. Deshalb ist DB Schenker integraler Bestandteil des Konzernportfolios“, erklärte Deutsche-Bahn-Chef Dr. Richard Lutz in Potsdam.

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