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Schiene: Neues IT-System für die Bremische Hafeneisenbahn

Ab Herbst 2020 soll eine neue IT-Lösung für die Disposition der Zug- und Wagenbewegungen zum Einsatz kommen.

Grollander Bahnhof: Die Bremische Hafeneisenbahn bildet mit einer Schieneninfrastruktur von insgesamt 186 Kilometern eine Schnittstelle zwischen dem Hinterland und den wasserseitigen Umschlagterminals. (Foto: Bremenports)
Grollander Bahnhof: Die Bremische Hafeneisenbahn bildet mit einer Schieneninfrastruktur von insgesamt 186 Kilometern eine Schnittstelle zwischen dem Hinterland und den wasserseitigen Umschlagterminals. (Foto: Bremenports)
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Matthias Pieringer

Ein neues IT-System soll ab Herbst 2020 die Planung und Disposition der Zug- und Wagenbewegungen der Bremischen Hafeneisenbahn optimieren. An dem Projekt beteiligt sind die Bremenports GmbH & Co. KG, der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, die DB Netz AG sowie die dbh Logistics IT AG. Dies teilte Bremenports unlängst gegenüber der Presse mit. Im Auftrag der Freien Hansestadt Bremen verwaltet Bremenports die Infrastruktur der Hafengruppe Bremen/Bremerhaven.  

Schieneninfrastruktur von rund 190 Kilometern

Mit ihren Bahnhöfen in Bremerhaven, Bremen Grolland und Bremen Inlandshafen bildet die Bremische Hafeneisenbahn mit einer Schieneninfrastruktur von insgesamt 186 Kilometern eine Schnittstelle zwischen dem Hinterland und den wasserseitigen Umschlagterminals. Die Industriestammgleise Güterverkehrszentrum und Hemelingen verbinden darüber hinaus das Güterverkehrszentrum GVZ Bremen und den Gewerbepark Hansalinie Bremen mit dem überregionalen Schienennetz.

„Angesichts der stetigen Steigerung des Zugverkehrs ist eine neue, leistungsfähigere IT-Struktur für die Betriebsführung der Hafeneisenbahn dringend erforderlich“, sagte Robert Howe, Geschäftsführer der Bremenports GmbH & Co. KG. Für die Entwicklung des neuen IT-Systems sowie die anschließende Systempflege hat die Bremenports GmbH & Co. KG im August 2018 die dbh Logistics IT AG beauftragt. Das Projekt inklusive der anschließenden Systempflege wird den Angaben zufolge aus dem Sondervermögen Hafen finanziert.

Kundenportal inklusive

Für das neue IT-System ist eine modulare Struktur vorgesehen, die gemäß der Mitteilung aus den Funktionsbereichen Betriebsplanung, Disposition, Abrechnung, Auswertung und einem Kundenportal bestehen wird. Die einzelnen Module sollen „eine gemeinsame leistungsfähige Datenplattform“ nutzen. Prozesse sollen so effizienter, stabiler und letztlich kundenfreundlicher gestaltet werden. Qualitative Ziele stünden hier an erster Stelle, so Bremenports.

Schienenhinterlandverkehr: Stärkere Vernetzung angestrebt

Eine bedeutende Neuerung sei die stärkere Vernetzung innerhalb der Logistikkette im Schienenhinterlandverkehr. Hierzu dienen Bremensports zufolge einerseits Schnittstellen zu den Systemen der DB Netz AG, mit denen vor allem Fahrpläne und Zugmeldungen, zum Beispiel über Verspätungen abgefragt werden, andererseits ein Kundenportal, welches die Eisenbahnverkehrsunternehmen, Rangierdienstleister sowie die Terminalbetreiber in den Informationsfluss der Betriebsführung der Hafeneisenbahn einbezieht. „Kunden können“, wie es weiter hieß, „Bestellungen erfassen und verfolgen, Zugvormeldungen abgeben, den Status Ihrer Züge einsehen und Entgeltabrechnungen prüfen. Terminals erhalten die Möglichkeit, geplante Ladezeiten mit der Hafeneisenbahn abzustimmen, den Status der für sie geplanten Züge einzusehen und den Stand der Be- und Entladung zu melden. Rangierdienstleister werden Daten über vorgesehene Rangierbewegungen und beispielsweise die Bedienung der Terminals mit der Hafeneisenbahn austauschen können.“

Das System richte sich zukunftssicher auf den europäischen Standard TAF TSI aus, mit dem die EU den Datenaustausch von Telematikanwendungen im Schienengüterverkehr vereinheitliche, teilte Bremenports mit.

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