Schiene: Deutschland, Österreich und die Schweiz setzen sich für DAK ein

Die Verkehrsminister der drei Länder fordern in einem gemeinsamen Positionspapier finanzielle Unterstützung für die Umsetzung der Digitalen Automatischen Kupplung.

Die Digitale Automatische Kupplung soll helfen mehr Güter auf die Schiene zu bringen. Für ihre Umsetzung fordern die Verkehrsminister von Deutschland, Österreich und der Schweiz finanzielle Hilfe der EU. (Foto: Deutsche Bahn)
Die Digitale Automatische Kupplung soll helfen mehr Güter auf die Schiene zu bringen. Für ihre Umsetzung fordern die Verkehrsminister von Deutschland, Österreich und der Schweiz finanzielle Hilfe der EU. (Foto: Deutsche Bahn)
Sandra Lehmann

Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing und der Schweizer Bundesrat Albert Rösti haben am 22. Mai gemeinsam im Rahmen des Internationalen Transportforums (ITF) in Leipzig für die Einführung der Digitalen Automatischen Kupplung (DAK) geworben. Zuvor hatten beide gemeinsam mit ihrer österreichischen Amtskollegin Leonore Gewessler ein Positionspapier unterzeichnet, in dem die drei Länder finanzielle Unterstützung von der Europäischen Union für die Technologie fordern.

Bundesminister Dr. Volker Wissing:

„Je schneller die Technologie flächendeckend zum Einsatz kommt, desto eher profitieren wir – wirtschaftlich und ökologisch. Denn die DAK ist ein echter Gamechanger und wird entscheidend dazu beitragen, durch mehr Effizienz mehr Güter auf die Schiene zu verlagern. Deutschland ist offen und bereit, hier Verantwortung zu übernehmen. Klar ist aber: Ohne die EU wird es nicht gehen. Sie muss das Umrüsten auf die DAK finanziell unterstützen. Denn die Technik wird erst dann erfolgreich sein, wenn sie überall in Europa genutzt werden kann.“

In seinem Votum betonte der Schweizer Verkehrsminister Albert Rösti die Wichtigkeit der digitalen automatischen Kupplung:

"Der Schienengüterverkehr wird mit der DAK schneller, zuverlässiger und günstiger! Langfristig kann damit Geld gespart werden. Die Logistik und die Wirtschaft können profitieren, weil die Güter schneller an ihrem Bestimmungsort sind."

Das Kuppeln von Güterwagen vor der Abfahrt eines Zuges ist bis heute ein aufwendiger und körperlich anstrengender Prozess. Tausendfach werden seit knapp 100 Jahren nahezu unverändert Waggons per Hand gekoppelt. Durch eine DAK könne dieser Prozess beschleunigt und vereinfacht werden. In vielen Ländern außerhalb Europas sind automatische Kupplungen bereits etabliert. Neben dem automatischen Kuppeln verfügt die DAK über eine Strom- und Datenleitung und ermöglicht dadurch zugleich eine weitreichende Digitalisierung des Schienengüterverkehrs. So können beispielsweise Telematikanwendungen genutzt und gängige Prozesse, zum Beispiel die Bremsprobe vor der Abfahrt eines Zuges, deutlich vereinfacht werden. Mit der DAK können deutliche Produktivitätssteigerungen im Schienengüterverkehr realisiert werden.