Sammelband: Open Logistics Foundation beleuchtet Open Source in der Logistik

Der „Open Logistics Report v1.0“ soll den Community-Ansatz widerspiegeln, den die Open Logistics Foundation verfolgt.

Der „Open Logistics Report“ ist nach Eigenangaben das weltweit erste Sammelwerk von Open-Source-Projekten in der Logistik. (Bild: Open Logistics Foundation)
Der „Open Logistics Report“ ist nach Eigenangaben das weltweit erste Sammelwerk von Open-Source-Projekten in der Logistik. (Bild: Open Logistics Foundation)
Therese Meitinger

Als Marktübersicht publiziert die Open Logistics Foundation das nach eigener Aussage weltweit erste Sammelwerk von Open-Source-Projekten in der Logistik. Die erste Version des sogenannten Open Logistics Reports soll regelmäßig aktualisiert und ergänzt werden, wie eine Pressemitteilung vom 24. Mai berichtet. Ideen, Kommentare und insbesondere neue und bemerkenswerte Projekte können demnach jederzeit bei der Open Logistics Foundation eingereicht werden, um die Übersicht zu erweitern.

Der „Open Logistics Report v1.0“ soll den Community-Ansatz widerspiegeln, den die Open Logistics Foundation verfolgt. Der Report stelle für Logistiker einen Einstieg in die Welt des Open-Source dar, so die Open Logistics Foundation. Das Dokument biete einen detaillierten Überblick über aktuell 19 weltweite laufende Open-Source-Projekte aus den Bereichen Transportlogistik, Zollabwicklung, Warehouse Management Systems und digitaler Frachtbrief (eCMR).

Vereinheitlichung dank Open-Source

Das Wirtschaftsfeld Logistik besteht aus vielen Partnern mit verschiedenen, aber im Kern ähnlichen Lösungen. Wer in der Logistik Daten austauschen möchte, benötigt ein einheitliches Prozessverständnis. Dort setzen die Open Logistics Foundation und ihre Mitglieder an: Die Non-Profit-Organisation hat sich auf die Fahnen geschrieben, als neutraler Vermittler bei industrieweit angetriebenen Open-Source-Projekten zu agieren, die Herausforderungen in Logistik und Supply Chain Management zu lösen versuchen. Voraussetzung ist der Initiative zufolge, dass die Projekte nicht wettbewerbsdifferenzierend sein dürfen. Auf dieser Commodity-Ebene arbeiten demnach innerhalb der Stiftung sogar direkte Marktbegleiter miteinander. Das Resultat sind Open-Source-Lösungen, die für alle, auch Nicht-Mitglieder der Stiftung, offen verfügbar sind.  Der gemeinsame Entwicklungsansatz biete den Logistikunternehmen mehrere Vorteile, so die Pressemitteilung. Zum einen senke die Open-Source-Software die Betriebskosten und ermögliche so einen effizienteren Ressourceneinsatz; zum anderen entstünden offene Schnittstellen, die die nahtlose Zusammenarbeit entlang der Logistikkette erleichterten. 

„Open-Source kann den Weg für eine unternehmensübergreifende Digitalisierung von Logistikketten ebnen, wird bisher aber nur in wenigen Bereichen umgesetzt. Der Report zeigt, dass es schon viele Arbeiten gibt. Hier besteht aber noch erhebliches Potenzial für weitere Projekte“, erklärt Andreas Nettsträter, CEO der Open Logistics Foundation. „Dabei steht der neue Report sinnbildlich für die ,Mach mit-Mentalität‘ der Stiftung. Alle diejenigen, die ihre Projekte, auch weltweite, zu dem Report beitragen möchten, können diese jederzeit bei uns einreichen.“

Der Open Logistics Report v1.0 zum Download: https://openlogisticsfoundation.org/services/open-logistics-report/