RoRo-Schiff und LNG: Doppel-Premiere für CMA CGM in Bremerhaven

Mit der „CMA CGM Indianapolis“ setzt die französische Reederei ihren ersten LNG-betriebenen Autotransporter ein.

LNG-Bebunkerung der CMA CGM Indianapolis im Kaiserhafen von Bremerhaven. (Bild: Bremenports)
LNG-Bebunkerung der CMA CGM Indianapolis im Kaiserhafen von Bremerhaven. (Bild: Bremenports)
Therese Meitinger

199,90 Meter lang, 38 Meter breit, bis zu 20 Knoten schnell und erst seit Ende Dezember 2023 auf den Weltmeeren unterwegs: So lauten die Rahmendaten des neuesten „Nachwuchses“ der französischen CMA CGM-Gruppe, die zu den Global Playern für See-, Land-, Luft- und Logistiklösungen zählt. Die Rede ist von der „CMA CGM Indianapolis“, die auf ihrer Jungfernfahrt zum ersten Mal am BLG AutoTerminal Bremerhaven festgemacht hat, um ein paar Tage zu bleiben. Das berichtet eine Pressemitteilung vom 19. Februar.

Erste LNG-Bebunkerung für RoRo-Schiff

Der Car-Carrier, in dessen Bauch auf zwölf flexiblen Decks rund 7.000 Fahrzeuge Platz haben, ist demnach nicht nur zum Löschen in Bremerhaven, sondern begeht im Kaiserhafen eine weitere Premiere: Für das mit einem LNG-Hybridantrieb ausgestattete RoRo-Schiff steht nach Firmenangaben in Bremerhaven mittels eines entsprechenden Tankschiffs des Unternehmens Gasum das erste LNG-Bunkern auf dem Programm.

Gefeiert wurde laut Bremenports der Erstanlauf der „CMA CGM Indianapolis“, die aus dem britischen Immingham kommend auf ihrem Weg nach Singapur in Bremerhaven Station macht, am 19. Februar an der Kaje mit der offiziellen Übergabe einer Plakette an den Kapitän des RoRo-Schiffes, Capt. Aleksei Fadeev. Ursprünglich stammt diese traditionelle Plaketten-Übergabe aus der Kreuzfahrt – um die Verbundenheit zwischen Schiff und Stadt beziehungsweise Hafen auszudrücken. Denselben Hintergrund haben die Feierlichkeiten am 19. Februar.

Dazu Mirja Nibbe, Geschäftsführerin von CMA CGM Deutschland:

„Wir freuen uns sehr über diesen ,Erstanlauf' der „CMA CGM Indianapolis“. Die langjährige Beziehung zu Bremerhaven eröffnet uns neue Möglichkeiten, den Markt für rollende Ladungen zu erschließen und auszubauen.“

In Bremerhaven ist CMA CGM Firmenangaben zufolge im Containerbereich aktiv. BLG-Vorstandsmitglied und Chief Operating Officer (COO) Matthias Magnor ist überzeugt, dass sich diese positiven Erfahrungen im RoRo-Bereich fortsetzen werden:

„Mit über 1,7 Millionen umgeschlagenen Fahrzeugen pro Jahr ist unser Autoterminal in Bremerhaven eine der größten Automobil-Drehscheiben der Welt. Wir freuen uns, dass wir CMA CGM auch im RoRo-Segment mit unserer Expertise und unseren Dienstleistungen überzeugen konnten und die Reederei in Zukunft regelmäßig an unseren Autokajen begrüßen dürfen.“  

Mirja Nibbe, Geschäftsführerin von CMA CGM Deutschland, weiter: Die „CMA CGM Indianapolis“ ist unser erster LNG-betriebener Autotransporter und unterstreicht unser Engagement, bis 2050 eine Netto-Null-Emissionsbilanz zu erreichen. Unsere Strategie zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks umfasst die Modernisierung unserer Anlagen sowie die Optimierung unserer See- und Landoperationen und Infrastruktur zur Steigerung der Energieeffizienz.“

Emissionen, vollständiger Beseitigung von Schwefeloxiden (SOx) und Partikeln sowie einer bis zu 85-prozentigen Reduzierung der Stickoxid (NOx)-Emissionen.

 Die „CMA CGM Indianapolis“ ist das erste von vier baugleichen RoRo-Schiffen, die künftig für CMA CGM unterwegs sein werden. Die drei weiteren Schwesternschiffe sollen in 2024 ausgeliefert werden. Die französische Gruppe, die Bremerhaven bislang in erster Linie mit Containerschiffen angelaufen hat, ist im vergangenen Jahr in das Segment der Autotransporter eingestiegen.