Robotik: Vega Grieshaber setzt auf Magazino

Druckmesstechnikspezialist wird Pilotkunde für den Roboter „SOTO 2“.

Der mobile Roboter SOTO 2 kommt ab Januar 2021 bei Vega Grieshaber zum Einsatz. (Foto: Magazino)
Der mobile Roboter SOTO 2 kommt ab Januar 2021 bei Vega Grieshaber zum Einsatz. (Foto: Magazino)
Sandra Lehmann

Der Füllstands- und Druckmesstechnikspezialist Vega Grieshaber KG wird Pilotkunde für den neu entwickelten Roboter „SOTO 2“ des Münchner Anbieters Magazino. Das gab das Robotik-Startup am 12. November 2020 im Rahmen einer Pressemitteilung bekannt. Demnach wird SOTO 2 ab Januar 2021 bei Vega Grieshaber am Standort Schiltach in einem Pilotprojekt in der Produktionsversorgung zum Einsatz kommen.

Vollständig autonome Lösung

Wie Magzino berichtet, ist der mobile Roboter in der Lage, Kleinladungsträger (KLT) vollständig autonom vom Lager bis zur Produktionslinie zu transportieren. SOTO 2 kombiniere dazu die elementaren Prozessschritte in einer einzigen, vollständig automatisierten Lösung: die Aufnahme von unterschiedlich großen KLT, der autonome Transport von mehreren KLT von Quelle zu Senke sowie die Abgabe in Durchlaufregale auf unterschiedlichen Höhen. Das Einsammeln von Leergut sowie die Rotation von Kleinladungsträgern um 90 Grad bis 180 Grad gehören laut dem Anbieter ebenfalls zum Fähigkeiten-Repertoire des neuen Roboters.

Patric Brucker, Fertigungsplaner bei VEGA, ist überzeugt: „Mobile und intelligente Roboter sind eine wertvolle Komponente, um die Intralogistik zukunftssicher zu gestalten. SOTO 2 ist dabei das letzte Puzzleteil, um unsere Materialversorgung umfänglich zu automatisieren. Eingesetzt wird der Roboter für die letzte Meile, um die KLT vom automatisierten Kleinteilelager direkt zu den Montageplätzen zu liefern.“

„In dem rund einjährigen Projekt wird SOTO von einer Pilotumgebung schrittweise in die reale Produktionsumgebung integriert. Ziel ist es, den Roboter SOTO 2 bei Vega in einen sicheren und produktiven Realbetrieb mit hohen Verfügbarkeiten zu überführen“, ergänzt Felix Benak, verantwortlicher Sales Engineer bei Magazino.

Gemeinsam mit mehreren Partnern aus der deutschen Industrie hat der Robotikhersteller nach Eigenangaben den bisherigen Prototyp des Roboters SOTO in den vergangenen zwei Jahren getestet und komplett überarbeitet. Zu den neuen Fähigkeiten gehören laut dem Unternehmen ein gesteigertes Objektgewicht von bis zu 20 Kilogramm pro KLT, eine Transport-Kapazität von bis zu 24 KLT im Fahrzeug sowie ein omnidirektionaler Antrieb.

Freie Navigation dank Sensorik

Computervision und zahlreiche Sensoren dem Roboter ein Verständnis der Umwelt sowie eine freie Navigation – auch in einer dynamischen Umgebung, in der sich permanent Menschen, Flurförderzeuge und andere autonome Fahrzeuge bewegen – ermöglichen. Der Einsatz künstlicher Intelligenz sowie eine Vernetzung per Cloud lassen die Roboter aus ihren Erfahrungen lernen, Erkenntnisse über Änderungen in der Umwelt austauschen und somit stetig robuster und leistungsfähiger werden, heißt es vonseiten Magazino.

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