Robotik: Der Cobot als Universal-Werkzeug für KMU

Mit vereinfachter Bedienbarkeit auf erhöhte Komplexität reagieren – darin sieht Andrea Alboni, General Manager Western Europe, eine Aufgabe für den Cobot-Hersteller Universal Robots.

Andrea Alboni ist General Manager Western Europe bei Universal Robots. (Foto: Universal Robots)
Andrea Alboni ist General Manager Western Europe bei Universal Robots. (Foto: Universal Robots)
Therese Meitinger

Der dänische Cobot-Hersteller Universal Robots hat sich auf die Fahnen geschrieben, ein System anzubieten, das für alle Branchen funktioniert. Zugleich muss er die zunehmende Komplexität adressieren, die sich etwa aus Logistik- oder Intralogistik-Anwendungen ergibt. Auf der Pressekonferenz anlässlich des Kongress „Cobots Exference“ gab Andrea Alboni, General Manager Western Europe, am 22. März Einblicke in die Planungen des Unternehmens.

„Wir versuchen die Hürden der Automatisierung zu senken und wenden uns dabei vor allem an kleine und mittlere Unternehmen“, fasste Alboni den generellen Ansatz zusammen, den Universal Robots verfolgt.

Die Skepsis gegenüber der Automatisierung überwinden

Doch oft ständen speziell mittelständische Unternehmen Automatisierung und Digitalisierung noch skeptisch gegenüber, auch in der Coronakrise habe sich der viel beschriebene Schub ergeben. Dabei können nach Albonis Überzeugung Cobots durchaus Produktivitätspotenziale helfen und Entlastung im Hinblick auf die angespannte Fachkräftesituation bieten. Hier gelte es, konkrete, aktuelle Herausforderungen für Unternehmen in den Mittelpunkt zu stellen und den Cobot als passendes Werkzeug im größeren Prozess zu etablieren.

„Es geht ums Befähigen. Es geht nicht in um die Zukunft, sondern um heute“, spitzte Alboni seine Argumentation zu. „Niemand kauft sich einen Cobot, weil er den Roboterarm so toll findet.“

Um die Marktgängigkeit für diese Roboterart zu erhöhen, ist es laut dem Manager erforderlich, die Komplexität in der Anwendung so stark als möglich zu reduzieren. Idealerweise lässt sich für ihn ein Cobot von einem Mitarbeiter ohne Robotik-Zusatzqualifikationen bedienen. Reduzierte Anwenderkomplexität erhöht jedoch die Komplexität im Gerät. Zumal die Anwendungsfelder etwa in der Intralogistik sich zunehmend ausdifferenzieren.

„Das kann KI-basierte Applikationen erfordern, aber andererseits ist Künstliche Intelligenz auch nur ein Weg, um die Inbetriebnahme zu vereinfachen“, so Alboni.

Angesichts zunehmend komplexer Anwenderfelder setzt Universal Robots vor allem auf das Partnernetzwerk, das der Anbieter sich in den letzten zehn Jahren aufgebaut hat. Die Wertschöpfung finde verstärkt bei den Systemintegratoren statt, so Alboni. Auf der Cobots Exference präsentiert das Unternehmen so eine Kooperation mit dem Sensorhersteller Sick: In den Sicherheitssystemen „sBot Stop – URCap“ and „sBot Speed – URCap“ wurde der „nanoScan3“-Laserscanner direkt in das Interface eines UR-Cobots integriert.

Printer Friendly, PDF & Email