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Retourenlogistik: Aufbereitete Ware für Garantieansprüche zurückhalten

Studie sucht Lösungen für Rückgabeflut bei elektronischen Konsumartikeln.
Wie die Rückgabe von Elektroartikeln besser gehandhabt werden kann, möchte eine neue Studie der Kühne Logistic University zeigen. (Foto: Fotolia/dashadima)
Wie die Rückgabe von Elektroartikeln besser gehandhabt werden kann, möchte eine neue Studie der Kühne Logistic University zeigen. (Foto: Fotolia/dashadima)
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Sandra Lehmann

Die Reklamationsraten im Bereich der elektronischen Konsumartikel steigen immer weiter an. Allein in den USA liegt die Reklamationsrate für Elektronikprodukte nach aktuellen Erhebungen bei elf bis 20 Prozent. Nur fünf Prozent davon seien allerdings tatsächliche Garantiefälle, die auf eine Beschädigung des Gerätes zurückzuführen sind. Grund dafür seien vor allem die großzügigen Rückgaberegeln der Hersteller. Wie diese mit der Rückgabeflut im Bereich Smartphones, Tablets und Co. umgehen können, hat eine Studie der Kühne Logistics University, Hamburg, analysiert.

Gewinnmaximierung erwünscht

Demnach steht für die meisten Hersteller inzwischen nicht nur die Kostenverträglichkeit von Retouren im Raum, sondern auch wie durch die Rückgabe von Produkten eine Gewinnmaximierung erreicht werden kann.

Gängige Praxis wenig effizient

Dabei sei die bisher gängige Praxis, Ware aufzubereiten und in den regulären Handel zurückzuführen nicht immer der effizienteste Weg im Umgang mit Retouren. Laut Studie ist es in der Mehrzahl der Fälle besser, aufgearbeitete Geräte für die Erfüllung von Garantieansprüchen zu nutzen. Wiederaufbereitete und zum Verkauf angebotene Geräte würden auch erneute Garantieansprüche nach sich ziehen und wären deshalb ein Kostenreiber.

Erneuerte Elektronikartikel hingegen seien für die Unternehmen eine flexible Ressource, weil die Kunden kein teureres Neuprodukt als Ersatzleistung erhalten.

Frühzeitig Bestände aufbauen

Prof. Dr. Cerag Pince, Leiter der Studie, empfiehlt den Unternehmen außerdem frühzeitig einen Bestand mit aufbereiteter Ware anzulegen und diese für die später eintretenden Garantiefälle zurückzuhalten. So könne die Flut von Ansprüchen besser bewältigt werden. Wie Pince einräumt, birgt dieses Vorgehen allerdings auch Nachteile, da der Wiederverkauf von gebrauchter Ware dadurch deutlich eingeschränkt wird.

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