Regaltechnik: 4 Trends für das Jahr 2023

Flexibilität, Vertrauen und Beratungskompetenz werden 2023 eine entscheidende Rolle bei der Planung und Realisierung von Regalanlagen spielen. Im Folgenden werden vier Entwicklungen in der Regaltechnik formuliert, die sich in diesem Jahr festigen werden.

 „Der Kunde fordert eine hoch individuelle Lösung, deren Planung und Realisierung schnell sehr komplex werden kann“, sagt die geschäftsführende Gesellschafterin von Schulte Lagertechnik, Andrea Schulte. (Bild: Schulte Lagertechnik)
„Der Kunde fordert eine hoch individuelle Lösung, deren Planung und Realisierung schnell sehr komplex werden kann“, sagt die geschäftsführende Gesellschafterin von Schulte Lagertechnik, Andrea Schulte. (Bild: Schulte Lagertechnik)
Gunnar Knüpffer

1. Leistungsfähigkeit und Projektkompetenz
Skalierbarkeit, Modularität und Erweiterbarkeit rücken bei Kaufentscheidungen im Bereich Regaltechnik immer weiter in den Vordergrund. „Der Kunde fordert eine hoch individuelle Lösung, deren Planung und Realisierung schnell sehr komplex werden kann“, sagt Andrea Schulte, die geschäftsführende Gesellschafterin von Gebrüder Schulte. Meist wird eine Kombination aus unterschiedlichen Regalsystemen für das optimale Lagerkonzept benötigt.

2. Kombinationen aus manueller und automatisierter Regaltechnik
Die Kombination aus manuellen und (teil-) automatisierten Lösungen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Dieser Trend ist auch ein Resultat der unternehmerischen Flexibilitätsbemühungen. Durch die Knappheit an Logistikflächen und Bedienpersonal sowie der Forderung nach immer kürzer werdenden Lieferzeiten entstehen zukünftig mehr kleinere Einheiten – als Verteilzentren – mit dem Ziel einer effizienten und schnellen Bereitstellung der Waren. Die Kombination skalierbarer manueller Regaltechnik und Automatisation reicht von einfacher Fördertechnik bis zum vollautomatisierten Roboter-Picking. Nicht zuletzt wird die Verdichtung in der Anlage immer wichtiger. Hierbei kann insbesondere die Fachboden-Regaltechnik, durch passendes Zubehör wie Boxen und Stecktrennbleche, einen erheblichen Beitrag leisten.

3. Vertrauen
Neben dem Preis ist schon lange die optimale Lösung das wichtigste Kriterium bei der Kaufentscheidung. Es ist dennoch bemerkenswert, dass sich Kunden immer mehr nach einem Vertrauensverhältnis zu ihrem kompetenten Ansprechpartner sehnen. Die Prädikate Familienunternehmen, Inhaberführung, jahrzehntelange Erfahrung oder Made in Germany gewinnen wieder an Bedeutung. Der Kunde möchte seine eigene logistische Herausforderung partnerschaftlich auf Augenhöhe erarbeiten und sich bei der Realisierung voll und ganz auf den Lieferanten verlassen können. Es geht stark in Richtung „Full-Service Projektrealisierung“ mit zentralem Schnittstellenmanagement.

4. Digitalisierung und Nachhaltigkeit 
Die Unterstützung durch digitalisierte Hilfsmittel und Simulationen wird sich sicher weiter durchsetzen, um die Planungssicherheit zu erhöhen. „Wir setzen bei der Planung auf eine 3D-Visualisierung, um dem Kunden ein reales Bild der geplanten Anlage zeigen zu können; auch ein Videoflug durch das Projekt ist möglich“, erläutert Schulte. Diese Ansichten können dann zum Beispiel für Kollisionsplanungen von Architekten genutzt werden. Hierdurch können mögliche Probleme des Aufbaues im Vorfeld vermieden und die Realisierungszeiten verkürzt werden. Auch die Bemühungen, möglichst klimafreundliche Logistiklösungen zu erstellen, werden das Jahr 2023 prägen. Wir alle müssen mit unseren Ressourcen sinnvoll und sparsam umgehen und innerbetriebliche Prozesse und Arbeitsweisen ständig hinterfragen – dies gilt auch für die Planung und Realisierung von Regalanlagen.